10.08.2020rss_feed

Fleischproduktion in 2020 bisher leicht rückläufig

Gewerbliche Fleischproduktion, halbjährlich seit 2000 (Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis))

Gewerbliche Fleischproduktion, halbjährlich seit 2000 (Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis))

Im ersten Halbjahr 2020 wurden in Deutschland rund 0,6 % weniger Tiere geschlachtet als im Vorjahr. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Grund dafür ist die rückläufige Fleischproduktion im 2. Quartal 2020 aufgrund der Corona-Pandemie. Den größten Anteil an der gewerblichen Fleischerzeugung hatte mit 65,7 % die Schweinefleischproduktion.

 

Aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) geht hervor, dass in den ersten sechs Monaten 2020 in den gewerblichen Schlachtbetrieben in Deutschland 28,9 Mio. Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde geschlachtet wurden. Einschließlich des Geflügels erzeugten die Unternehmen knapp 3,9 Millionen Tonnen Fleisch. Das entspricht einem Rückgang der Fleischerzeugung gegenüber dem 1. Halbjahr 2019 um rund 0,6 % bzw. 22.100 Tonnen. Als Grund dafür gibt Destatis die rückläufige Fleischproduktion im von der Corona-Krise geprägten 2. Quartal 2020 an.
Während die Produktion im 1. Quartal 2020 im Vorjahresvergleich um 1,4 % bzw. 27.600 Tonnen zunahm, ging sie im 2. Quartal um 2,6 % bzw. 49.700 Tonnen zurück.

 

Schlachtmenge von Schweinefleisch im 1. Halbjahr 2020 um 1,0 % gesunken 

Die Daten von Destatis zeigen, dass die aus gewerblichen Schlachtungen erzeugte Schweinefleischmenge im 1. Halbjahr 2020 mit 2,6 Mio. Tonnen um 1,0 % geringer war als im Vorjahreszeitraum. Es wurde ein Minus von 26.200 Tonnen verzeichnet. Während die Schlachtmenge im 1. Quartal gegenüber dem Vorjahr noch um 1,2 % bzw. 15.900 Tonnen anstieg, ging sie im 2. Quartal um 3,3 % bzw. 42.100 Tonnen zurück.

 

Corona-bedingte Betriebsschließungen sorgen für Kapazitäten-Verlagerung

Bemerkenswert sind die regionalen Unterschiede in der Schweinefleischproduktion: Im größten Erzeugerland Niedersachsen stieg die Produktion im 2. Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % auf 417.300 Tonnen. In Sachsen-Anhalt stieg die Erzeugung um 12,9 % auf 114.200 Tonnen. Im zweitgrößten Erzeugerland Nordrhein-Westfalen sank die Produktion dagegen um 9,8 % auf 381.300 Tonnen. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vermutlich auf die zeitweise Schließung bzw. das Arbeiten unter eingeschränkten Kapazitäten einzelner Schlachtbetriebe infolge der Corona-Pandemie. Von den dort fehlenden Kapazitäten dürften Betriebe in anderen Bundesländern profitiert haben. 

 

Schweinefleisch hatte größten Anteil an Fleischerzeugung

Schweinefleisch hatte mit rund 65,7 % den größten Anteil an der gewerblichen Fleischerzeugung im 1. Halbjahr 2020. Darauf folgten Geflügelfleisch (20,6 %) und Rindfleisch (13,4 %). 
Die gewerbliche Rindfleischproduktion sank im 1. Halbjahr 2020 ebenfalls und zwar um 2,1 %. Ausschlaggebend war auch hier die im Vorjahresvergleich um 5,1 % geringere Erzeugung im 2. Quartal 2020. Dagegen konnte bei der erzeugten Menge an Geflügelfleisch im 1. Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Anstieg um 1,9 % verzeichnet werden.



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