02.02.2016rss_feed

EU-Schweinepreise: PLH beendet, Märkte überwiegend ausgeglichen

EU-Schweinepreise 2016 KW 5

Hauptgesprächsthema in der vergangenen Woche war das Ende der Förderung der privaten Lagerhaltung (PLH).

 

Die EU-Kommission war von der Nachfrage der erst Anfang Januar eröffneten Beihilfe zur privaten Lagerhaltung von Schweinefleisch offenbar dermaßen überrascht worden, dass sie nach bereits drei Wochen die Notbremse zog: Neuanträge werden mit sofortiger Wirkung nicht mehr genehmigt. Bis zum vergangenen Donnerstag war die Beihilfe für fast 90.000 t Schweinefleisch bewilligt worden, darunter mehr als 26.100 t aus Deutschland und 19.300 t aus Spanien. Kaum genutzt wurden die Fördermittel hingegen von französischen und österreichischen Unternehmen, obwohl insbesondere aus diesen Ländern der Ruf nach den EU-Geldern kam.

 

Spürbare Auswirkungen auf den Markt hatte das Ende der PLH jedoch nicht. In Deutschland zeigte sich der Markt auch in der abgelaufenen Woche ausgeglichen. Zwar wurden die Fleischgeschäfte meist mit lustlos beschrieben, der schwächelnden Nachfrage stand jedoch ein unterdurchschnittliches Angebot gegenüber, so dass sich die Notierung auf dem aktuellen Niveau behauptete. Einen leichten Preisanstieg um einen Cent je kg Schlachtgewicht konnten Spanien und Frankreich vermelden. Rückläufige Schlachtgewichte und eine gute Nachfrage der Verbraucher nähren dort die Hoffnung auf einen nachhaltigen Stimmungsumschwung am Schweinemarkt. Diese positive Tendenz wird in den Niederlanden und Belgien bislang nicht gesehen. Hier mussten die Erzeuger eine Preissenkung um zwei Cent je kg Schlachtgewicht hinnehmen.

 

Die Tendenz für den deutschen Markt und viele weitere Informationen finden Sie als ISN-Mitglied stets aktuell...

 


... im ISN-Marktticker

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