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EU-Schweinepreise: Notierungen legen moderat zu – Unfaire Handelspraktiken in Deutschland

2018 06 12

Der europäische Schlachtschweinemarkt zeigt sich nach der Atempause der Vorwoche wieder mit einer insgesamt freundlichen Preisentwicklung. Stark eingetrübt wird die positive Stimmung von den unfairen Handelspraktiken deutscher Schlachtunternehmen.

 

Aufgrund eines insgesamt unterdurchschnittlichen Lebendangebotes legten die Notierungen für Schlachtschweine in etlichen EU-Mitgliedsländern bei ruhigen inländischen Fleischgeschäften leicht zu. Die Preisanstiege reichten dabei von korrigierten 1,2 Cent in Frankreich bis zu 3 Cent in Österreich und Deutschland. In Frankreich wird von einem rückläufigen Angebot an Schlachtschweinen berichtet. In Österreich soll es sogar hitzebedingt 15 % unter dem üblichen Niveau liegen. Auch aus Spanien wird von rückläufigen Schlachtgewichten berichtet.

 

Unveränderte Notierungen werden aus den Niederlanden und Dänemark gemeldet. Die dänische Notierung verharrt nun schon seit 11 Wochen auf einem unveränderten Preisniveau und ließ in dieser Zeitspanne Ausschläge nach oben und unten aus.

 

Dass angesichts der aktuellen Versorgungslage die vier größten deutschen Schlachtunternehmen, Tönnies, Vion, Westfleisch und Danish Crown den jüngsten Preisanstieg nicht akzeptieren, sorgt im europäischen Umfeld für Unverständnis und Verunsicherung. Nun hoffen nicht nur deutsche Schweineerzeuger darauf, dass sich die Hauspreise in Luft auflösen.

 

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