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EU-Schweinepreise: Deutschlandcrash – Fassungslosigkeit in Europa

2015 06 23

Deutschlandcrash, Waterloo am Schlachtschweinemarkt, German Exit. Es fehlt nicht an Bildern, die die katastrophale Situation am europäischen Schlachtschweinemarkt besser beschreiben könnten.

 

Am vergangenen Mittwoch löste Deutschland einen Shitstorm, eine Lawine, einen Preisrutsch aus. Seit dem starken Preisrückgang der deutschen Notierung untergraben die meisten Schlachtunternehmen den Markt mit nochmals niedrigeren Hauspreisen.


Und Europa ist aus den Fugen. Etliche Notierungen gaben aufgrund des Drucks aus Deutschland bereits nach. Die niederländische Notierung reagierte mit korrigierten minus 8,6 Cents auf die Entwicklungen in Deutschland und liegt damit deutlich unterhalb des Rückgangs der Notierung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften. Die Preisrückgänge in Belgien und Österreich lagen bei korrigierten 3,7 bzw. 2 Cent.


Fassungslos sind die Marktteilnehmer der anderen Nachbarländer bezüglich der Entwicklung in Deutschland. Kritik kommt von allen Seiten. Das Preisgefüge würde wackeln, so heißt es. In Österreich war die Welt bis zur deutschen Stunde der Wahrheit noch in Ordnung. Dann musste die Notierung aufgrund der Unsicherheit korrigiert werden.


Leicht steigende Preise werden hingegen aus den südlichen Gefilden Spanien und Frankreich gemeldet. Der französische Preisanstieg ist allerdings auf die höheren Auszahlungspreise einiger französischer Supermarktketten mit ange¬schlossenen Schlachtbetrieben zurückzuführen, die darauf abzielen, ein für die Erzeuger akzeptables Preisniveau zu erreichen. Andere Schlachtbetriebe sind gezwungen nachzuziehen und die französische Notierung steigt ungeachtet der gesamteuropäischen Entwicklung an.

 

Tendenz für den deutschen Markt:

Die Verunsicherung ist groß. Die daraus resultierende erhöhte Abgabebereitschaft der Mäster macht sich bemerkbar und erhöht den Druck. Einem weiteren Preisrückgang ist leider wenig entgegen zu setzen.

 

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