11.09.2026rss_feed

EU-Schweinefleischexporte im ersten Halbjahr leicht rückläufig

Die EU-Mitgliedstaaten schließen teilweise die Lücken im Exportgeschäft, die Spanien hinterlässt ©ISN

Die EU-Mitgliedstaaten schließen teilweise die Lücken im Exportgeschäft, die Spanien hinterlässt ©ISN

Die EU exportierte im ersten Halbjahr 2026 etwas weniger Schweinefleisch in Drittländer. Während Spanien deutliche Einbußen verzeichnete, konnten andere Mitgliedstaaten ihre Ausfuhren steigern.

 

Wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) unter Berufung auf Zahlen der EU-Kommission berichtet, hat die EU von Januar bis Juni 2026 rund 2,10 Mio. t Schweinefleisch in Drittländer exportiert. Damit lagen die Ausfuhren 1,3 % unter dem Vorjahresniveau.

 

Spanien weiterhin größter Exporteur

Spanien blieb mit 585.000 t und einem Rückgang von 18 % der mit Abstand größte Exporteur. Der Rückgang steht im Zusammenhang mit dem ASP-Ausbruch in Spanien und den daraus resultierenden Handelsbeschränkungen. Dass die EU-Ausfuhren insgesamt nur moderat zurückgingen, liegt daran, dass andere Mitgliedstaaten einen Teil der entstandenen Lücken schließen konnten. Zudem stieg der Importbedarf wichtiger Abnehmerländer wie Südkorea und Vietnam.

 

Deutschland, Dänemark, Belgien und Polen mit deutlichem Zuwachs

Deutschland konnte seine Drittlandsexporte deutlich ausweiten. Die Ausfuhren stiegen um 29 % auf 189.000 t. Der Zuwachs ist teilweise auf Basiseffekte zurückzuführen, da der Export im ersten Halbjahr 2025 durch vorübergehende Handelsbeschränkungen infolge des MKS-Ausbruchs in Deutschland beeinträchtigt war.

Dänemark steigerte seine Ausfuhren um 10 % auf 330.000 t, während die Niederlande 323.000 t exportierten (-4 %). Auch Polen steigerte seine Ausfuhren um 8 % auf 149.000 t. Frankreich kam auf 139.000 t (+2 %), Irland auf 118.000 t (-0,2 %) und Belgien auf 94.000 t (+8 %). Italien exportierte 51.000 t (-1 %), Österreich 29.000 t (+4 %). Spanien stellte damit rund 28 % der EU-Drittlandsexporte. Auf Dänemark entfielen 16 %, auf die Niederlande 15 % und auf Deutschland 9 %.

 

China bleibt wichtigster Absatzmarkt

Auf der Abnehmerseite blieb China trotz rückläufiger Nachfrage der wichtigste Markt für EU-Schweinefleisch. Angesichts der anhaltenden Handelsbeschränkungen für spanische Lieferungen und des starken Wettbewerbs durch Anbieter aus den USA und Brasilien zeichnet sich für die kommenden Monate jedoch keine grundlegende Trendwende ab.


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