10.09.2014rss_feed

EU-Schweinefleischexporte: 9 % weniger im ersten Halbjahr 2014

Im 1. Halbjahr des laufenden Jahres wurden von EU Exporteuren 1,35 Mio. t Schweinefleisch am Weltmarkt verkauft.

 

Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 9 %, berichtet die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (ami). Damit konnte die steigende bis zumindest stabile Entwicklung der vergangenen Jahre nicht aufrechterhalten werden. Noch 2013 erzielten die Exporteure ein geringfügiges Plus von 1 %.

 

Unterschiedliche Entwicklung der Handelsströme

Auffällig sind dabei die stark unterschiedlichen Entwicklungen der Handelsströme. Besonders aufnahmefähig zeigt sich weiterhin Asien. Spitzenreiter ist hier ganz klar China, dessen Importe aus der EU auf hohem Niveau liegen und gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgehen. Damit ist das Land der Mitte, nach dem Einbruch der Exporte nach Russland, wichtigster Kunde für EU-Exporteure. Bislang kommt China auf einen Anteil von 24 % an den Gesamtexporten. Sehr dynamische Wachstumsraten von 48 % bis 78 % gibt es im EU-Schweinefleischexport nach Japan, Philippinen und Südkorea. Nach Russland wurden lediglich im Januar 54.000 t exportiert, danach kam der Handel völlig zum Erliegen.

Blockade: Exporte nach Russland rückläufig

Die mengenmäßig größten Exporteure der Drittlandsausfuhren (Lieferungen außerhalb der EU) sind mit Abstand Deutschland und Dänemark. Auf den weiteren Plätzen folgen Spanien, Polen sowie die Niederlande und Frankreich. Im Jahr 2014 dürften die EU-Exporte infolge der schrumpfenden Fleischerzeugung und der Exportblockade von EU-Schweinefleisch nach Russland fortgesetzt deutlich rückläufig sein. Die Mutmaßung EU-Schweinefleisch könnte über Weißrussland nach Russland geliefert werden kann anhand der vorliegenden Daten nicht bestätigt werden. Im Juni 2014 wurden lediglich 28 t Schweinefleisch aus der Staatengemeinschaft nach Weißrussland geliefert.


arrow_upward