07.06.2019rss_feed

Erfolgsgeschichte: Einsatz von Antibiotika in der Schweinehaltung weiter rückläufig

Entwicklung des Therapieindex (3. Quartil) bei Schweine haltenden Betrieben. (Quelle: https://www.q-s.de/)

Entwicklung des Therapieindex (3. Quartil) bei Schweine haltenden Betrieben. (Quelle: https://www.q-s.de/)

Dem aktuellen Statusbericht zum Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung der QS Qualität und Sicherheit GmbH zufolge, wurde der Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung in den vergangenen 4 Jahren um 35,7% reduziert. Besonders erfolgreich war die Schweinehaltung mit minus 41,9 %. ISN: Die Reduzierung des Antibiotikaverbrauchs ist insbesondere in der Schweinehaltung eine Erfolgsgeschichte. Es ist längst an der Zeit, dass dies auch in der Öffentlichkeit endlich lobend anerkannt wird.

 

Reduktionsmaßnahmen der Tierhalter und Tierärzte greifen

Die QS Qualität und Sicherheit GmbH legte gestern den 2. Statusbericht zum Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung für die Jahre 2014 bis 2018 vor. Die Zahlen belegen eine Reduktion der Abgabemenge aller Tierarten um insgesamt 253,2 Tonnen, was einem Rückgang von 35,7 % Prozent entspricht. Die eingesetzte Menge von Reserveantibiotika, welche vor dem Hintergrund möglicher Resistenzenbildung besonders scharf beobachtet wird, sank im Vergleich noch deutlicher. Laut QS wurde die Menge hierbei um 46,7% reduziert. Die Zahlen machen deutlich, dass die von Tierhaltern und Tierärzten ergriffenen Maßnahmen zu Antibiotikareduktion greifen.

 

Schweinehaltung: Keine Verlagerung innerhalb der Produktionsstufen

Wie aus dem Statusbericht zu entnehmen ist, wurde die von den schweinehaltenden QS-Betrieben eingesetzte Menge an Antibiotika sogar um 41,9% gedrosselt. Laut dem Bonner Unternehmen sei dieses Ergebnis besonders erfreulich und belege, dass die Verringerung in der Mast und in der Ferkelaufzucht nicht zu Lasten der Sauen und Saugferkel gehe. Denn auch ferkelerzeugende Betriebe konnten den Einsatz um 7,9% zurückfahren.

 

Transparenz und Vergleichsmöglichkeit zeigt positive Wirkung

Das QS-Antibiotikamonitoring wurde 2012 durch die Eigeninitiative der Wirtschaft eingeführt. Es deckt über 95% der Schweine- und Geflügelfleischproduktion in Deutschland ab. Die somit in der Breite der Branche wirkendende Erfassung und Auswertung, macht den Einsatz von Antibiotika in der landwirtschaftlichen Tierhaltung transparent und bewertbar.

 

Die ISN meint:

Die Reduzierung des Antibiotikaverbrauchs in der Tierhaltung und insbesondere in der Schweinehaltung ist eine Erfolgsgeschichte. Schweinehalter und Tierärzte haben hier gemeinsam hervorragende Arbeit geleistet. Es ist längst an der Zeit, dass dies auch in der Öffentlichkeit endlich lobend anerkannt wird. Die durch das QS-System etablierte Datenübermittlung der tatsächlichen Anwendung von Antibiotika in der Nutztierhaltung durch Tierärzte und Tierhalter, liefert eine zuverlässige und transparente Datengrundlage. Und es zeigt sich deutlich: Der Antibiotikaeinsatz ist seit der Einführung der Erfassung kontinuierlich reduziert worden. Der verantwortungsvolle Umgang von Tierhaltern und Tierärzten mit den Antibiotika wird auch daran deutlich, dass besonders auch der Einsatz der Reserveantibiotika reduziert wurde. In der Verantwortung von Tierhaltern und Tierarzt liegt es aber auch, dass kranke Tiere - soweit es notwendig ist – aus Tierschutzgründen unbedingt behandelt werden müssen. Deshalb muss jedem klar sein, dass das Potential für weitere Reduzierungen im Vergleich zu den Vorjahren nun geringer wird.

 



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