10.07.2014

Düngerecht soll verschärft werden

Die deutschen Landwirte müssen sich offenbar auf deutliche Verschärfungen im Düngerecht einstellen.

 

ie aus Regierungskreisen in Berlin verlautete, soll mit der anstehenden Novelle der Düngeverordnung eine weitere Verkürzung, in jedem Fall aber eine Flexibilisierung der Ausbringungszeiten einhergehen, berichtet Agra Europe.

Während offenbar eine generelle Anhebung der Güllelagerkapazitäten nicht geplant ist, soll die Novelle aber zumindest den Einstieg in eine verpflichtende Hoftorbilanz in den Betrieben bringen. Eine Hoftorbilanz zur vollständigen Erfassung der Nährstoffflüsse wird mit Nachdruck von wissenschaftlicher Seite gefordert.

 

Besserer Ausgleich zwischen vieharmen und viehreichen Regionen

Stärker als bisher soll die Düngeverordnung auf Veredlungsregionen mit hoher Viehdichte konzentriert werden. Beispielsweise sollen dort Maßnahmen für ein besseres Düngemanagement greifen. Politisches Ziel ist offenbar auch ein besserer Ausgleich zwischen Regionen mit hohem Gülleanfall und vieharmen Gebieten.

Der bislang noch nicht bekannt gewordene Referentenentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums für eine Novelle der Düngeverordnung steht offenbar unmittelbar vor der Ressortabstimmung. Nach deren Abschluss wird die Verordnung dem Bundesrat zugeleitet.

 

Die ISN wird, sobald der Referentenentwurf zugänglich ist, die geplanten Änderungen kritisch prüfen und dann eine entsprechende Stellungnahme abgeben.

Grundsätzlich begrüßt die ISN Maßnahmen für ein besseres Güllemanagement und damit auch einer besseren Verteilung der Nährstoffe im Land.

Es darf jedoch nicht zu überzogenen Regelungen kommen, die in der Praxis nur schwer umsetzbar sind. Außerdem sollte der bürokratische Aufwand für die Landwirte nicht unnötig weiter ansteigen.