28.10.2020rss_feed

Dramatisches Ausmaß des Schweinestaus erfordert Notstandsregelung!

Der Schweinestau ist schon auf über 540.000 Schweine angewachsen – und er steigt weiter.

Der Schweinestau ist schon auf über 540.000 Schweine angewachsen – und er steigt weiter.

Der Schweinestau ist auf über 500.000 Schweine angewachsen – und er steigt weiter. Die Lage wird auf den Betrieben immer dramatischer. ISN: Wir brauchen Notstandsregelungen, die nun effektiv und schnell zu mehr Schlachtungen führen.

 

Aktuell 540.000 Schweine im Stau

Der Schweinestau wächst immer weiter. Nach ISN-Kalkulationen besteht inzwischen ein Überhang von ca. 540.000 schlachtreifen Schweinen. Das entspricht also bereits heute einer Größenordnung von zwei Dritteln einer Schlachtwoche. Und dieser Überhang wächst zudem aktuell weiter um 50.000 bis 80.000 Schweinen je Woche, weil nicht genügend Tiere geschlachtet werden können. Ursache hierfür sind insbesondere die aufgrund von Corona-Geschehen stark eingeschränkten Schlachtungen an den Tönnies-Schlachthöfen in Rheda und Sögel und am Vion-Schlachthof in Emstek. Aber auch die nicht direkt durch Corona-Geschehen betroffenen anderen Schlachtstandorte sind durch Corona-Vorsichtsmaßnahmen bei ca. 95 % der normalen Kapazität ausgelastet.   

 

Notstandsregelungen einziger Ausweg

Auch wenn die Notlage der Landwirte auf der politischen Bühne in Berlin und in den Landeshauptstädten allen bekannt ist, müssen den vielen Worten nun endlich Taten folgen. Denn bisher greifen die eingeleiteten Maßnahmen nicht, weil sie nach wie vor an bürokratischen Hürden scheitern. Die Lage ist inzwischen sogar schon so weit eskaliert, dass wir ohne Notstandsregelungen das Problem nicht lösen können, macht ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack auf die dramatische Situation aufmerksam Es geht bei diesen Notstandsregelungen ausdrücklich nicht um Notschlachtungen auf den landwirtschaftlichen Betrieben. Im Gegenteil, mit diesen Regelungen soll erreicht werden, dass es dazu eben nicht kommt. Es geht schlicht darum, mit Hilfe dieser Notstandsregelungen die Bürokratie und den behördlichen Formalismus so weit zurückzudrängen, dass die Schlachter tatsächlich deutlich mehr schlachten können! Und das mindestens so lange, bis der Schweinestau abgebaut ist! fordert Staack. Wir haben in den vergangenen Wochen immer wieder mit konkreten Zahlen deutlich gemacht, dass der Schweinestau in vielen Betrieben bedrohlich angewachsen ist und dringend Maßnahmen zur Beseitigung des Schweinestaus notwendig sind. Selbst wenn es gelingt, das weitere Anwachsen durch Hochfahren der Schlachtstandorte in Rheda, Sögel und Emstek zu verhindern, bleibt der aufgebaute Überhang von einer halben Million Tiere. Der einzige Ausweg ist hier die Erhöhung der Zahl der Schlachtungen und dieser wäre mit entsprechender politischer Unterstützung und spezifischen Notstandsregelungen machbar! Es ist allerhöchste Eile geboten!


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