06.10.2016rss_feed

Direktvermarktung als Standbein – Junge ISN zu Gast bei Ludz

Exkursion der Jungen ISN nach Ostfriesland: Die jungen Schweinehalter besuchten ihren JISN-Kollegen Ludz Ulferts und informierten sich über das Betriebs-Standbein Direktvermarktung. Neben dem intensiven Austausch standen eine Tipi-Übernachtung und eine Seehundstation im Programm.  

 

Fleisch und Wurstwaren für die Region

Die Exkursion begann mit der Besichtigung der betriebseigenen Schlachterei. Familie Ulferts vermarktet ausschließlich selbst erzeugte Fleisch- und Wurstwaren in der Region. Geschlachtet werden rund 20 Schweine pro Woche an zwei Schlachttagen. Produziert wird so ziemlich alles was das Herz begehrt: Von der traditionellen luftgetrockneten Mettwurst, die in Ostfriesland Pümmelwurst heißt, über luftgetrockneten Schinken und Grillwurst bis hin zu Grillspezialitäten wie Feta-Röllchen oder sogar fettarme Diätmortadella kann man bei Ulferts alles bekommen.

 

Direktvermarktung ist kein Zuckerschlecken

Die Direktvermarktung gibt es auf dem Betrieb schon seit 1985. Vom Schwein werden so gut wie alle Teilstücke selbst verarbeitet und vermarktet. Hauptabsatz sind verschiedene Wochenmärkte in Norden, Emden und Aurich. Dort stehen die großen Verkaufswagen mit je zwei Verkäuferinnen und bringen die Spezialitäten an den Mann oder die Frau. Direktvermarktung ist kein Zuckerschlecken, so Ludz Ulferts, der in den letzten Jahren in moderne Wiege- und Abfülltechnik investiert hat. Denn Grillwürstchen müssen in der Packung gleich lang sein, das möchte der Kunde so. Auch die Verwertung von Schwänzen, Pfötchen und Innereien ist eine Herausforderung, denn die Kunden möchten am liebsten nur die edlen Teilstücke des Schweins essen. Da können wir mit den großen Schlachtereien nicht mithalten, wir können die Teilstücke nicht exportieren, erläutert Ludz.

 

Besondere Qualitätsmerkmale

Die Familie legt großen Wert auf Produktion ohne Zusatzstoffe, beispielsweise wird bei der luftgetrockneten Pümmelwurst keinerlei Reifungsmittel zugesetzt. Die Wurst hängt 4-6 Wochen im Trockenschrank ehe sie verkauft werden kann. Unsere Kunden wissen das!, denn dies ist ein besonders wichtiges Merkmal der kleinen Schlachterei in Münkeboe. Nach der Direktvermarktung wurde der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Ulferts besichtigt. Neben der Schweinehaltung steht der Betrieb auf zwei weiteren Standbeinen, es wird Biogas erzeugt und Ackerbau betrieben.

 

Gruppenfoto

Leibliches Wohl und weitere Highlights

Am Ende der außergewöhnlichen Führung wurde der Grill angeworfen und das ausgezeichnete Grillfleisch aus der Schlachterei der Familie Ulferts verköstigt. Spannende Diskussionen unter den jungen Schweinehaltern gab es auch am Nachmittag auf Norderney. Ein weiteres Highlight war die Übernachtung im Tipi Hostel. Über Nacht musste sich eingemümmelt werden, denn die Tipis sind auf dem Dachboden eines alten Bauernhauses in Norden aufgestellt. Zum Abschluss der Exkursion wurde die Seehundstation in Norddeich besichtigt.



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