14.06.2021

Deutsche Schweinefleischexporte im ersten Quartal 2021 leicht gesunken

©Pixabay

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Im Vergleich zum Vorjahr sind die deutschen Schweinefleischexporte im ersten Quartal 2021 insgesamt leicht gesunken. Das liegt vor allem an den anhaltenden Handelsbeschränkungen für deutsches Schweinefleisch von Seiten zahlreicher Drittländer aufgrund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland, berichtet die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI).

 

Drittlandsexporte um 48% reduziert

Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in Ostdeutschland im September 2020 führte zu spürbaren Exportrestriktionen für deutsches Schweinefleisch in Drittländer. Dies führte zu einem erheblichen Druck auf die Schweinefleischausfuhren.

Infolge der Handelsbeschränkungen nahmen die Drittlandexporte mit einem Minus 48 % von 311.000 t auf 163.000 t am stärksten ab. Vor allem der Absatz von Schweinefleisch nach China brach mit einem Rückgang von 95 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum stark ein. China war zuvor der wichtigste Abnehmer für deutsches Schweinefleisch.

Nach Angaben der AMI wurden im ersten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt 2,2 % weniger Schweinefleisch aus Deutschland exportiert. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres wurden insgesamt 722.000 t Schweinefleisch inklusive Nebenprodukten ausgeführt.

 

Ausgleich durch innereuropäischen Handel

Dass die Absatzwege für Fleisch grundsätzlich sehr dynamisch sind, zeigt die Entwicklung des innereuropäischen Handels. Diesen konnte Deutschland mit einem Plus von 31 % insgesamt ausbauen, da deutsches Schweinefleisch im europäischen Vergleich kostengünstiger angeboten wurde. In die Niederlande, die den Hauptabnehmer für deutsches Schweinefleisch darstellen, wurde 37 % mehr Menge verkauft. Italien auf Rang zwei erhöhte die Einfuhr aus Deutschland im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24 % und Polen um 67 Prozent. Der mengenmäßige Absatz nach Hongkong liegt mit 36.000 t Produktgewicht um 350 % über dem Vorjahresniveau.