21.08.2013 rss_feed

Dänische Regierung will Emissionen reduzieren - Im Gespräch: Güllesteuer, etc. ...

Güllefass mit Schleppschläuchen

Die dänische Regierung will ihre Klimaschutzziele deutlich verschärfen und hat damit beim landwirtschaftlichen Berufsstand heftige Kritik hervorgerufen.

 

Wie die dänische Branchenorganisation Landbrug & Fødevarer (L&F) mitteilte, wird die Kopenhagener Regierung bis Oktober ein Programm vorlegen, mit denen klimarelevante Emissionen in allen Wirtschaftsbereichen reduziert werden sollen; in der praktischen Umsetzung ist davon aber besonders die Landwirtschaft betroffen. Wie Agra Europe berichtet soll laut L&F dazu das Einsparziel bei klimarelevanten Treibhausgasen (THG) bis 2020 von 20 % auf 40 % verdoppelt werden.

 

Gülle unter den Spalten kühlen?

Die dänische Agrarzeitung Landbrugs Avisen berichtet in diesem Zusammenhang sogar von Plänen, wonach Schweinehalter verpflichtet werden sollen, die Gülle unter ihren Spaltenböden zu kühlen, um so die Emissionen zu reduzieren.

 

Im Gespräch sind auch verpflichtende Abdeckungen für Güllebehälter, eine Steuer auf Gülle, die nicht über Biogaserzeugung veredelt wurde, und eine Abgabe auf Stickstoffdünger ohne Nitrifikationshemmer. Geplant sind auf der anderen Seite allerdings auch Zuschüsse für den Zwischenfruchtanbau, den Grünlanderhalt und Aufforstung.

 

78-Punkte-Plan

Insgesamt soll der Plan des dänischen Umweltministeriums 78 Punkte enthalten, die auf den Rückgang von THG-Emissionen abzielen. Der Branchenverband L&F befürchtet aufgrund dieses Maßnahmenkatalogs enorme Kosten und Wettbewerbsnachteile für die eigenen Landwirte, so Agra Europe.

 

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