30.09.2026rss_feed

Dänemark verhängt Moratorium für neue Schweineställe

©Pixabay

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Die dänische Regierung stoppt den Neu- und Ausbau konventioneller Schweineställe. Das Moratorium soll gelten, bis in der bevorstehenden Verhandlungsrunde neue Rahmenbedingungen für die Zukunft der Schweinehaltung erarbeitet worden sind. Umbauten für mehr Tierwohl sowie für Klima- und Umweltschutz ohne Flächenzuwachs bleiben möglich. Der Bauernverband L&F kritisiert den Baustopp scharf und warnt vor unmittelbaren Folgen für die Wirtschaft, berichtet AgE.

 

In Dänemark dürfen vorerst keine konventionellen Schweineställe neu gebaut oder erweitert werden. Dies kündigte der Minister für Natur und Tierschutz, Christian Rabjerg Madsen in der vergangenen Woche an. Die zugrunde liegende Verordnung soll nach einer vierwöchigen Anhörung formell in Kraft treten. Bereits eingereichte Anträge werden von den Kommunen weiter nach bisherigem Recht geprüft. Das Baumoratorium soll gelten, bis die Rahmenbedingungen für die künftige Schweineproduktion feststehen. Darüber soll die geplante Vierparteien-Runde beraten, der Akteure aus Landwirtschaft, Natur- und Tierschutzorganisationen sowie die Sozialpartner der Ernährungswirtschaft und Regierungsvertreter angehören sollen.

 

Regierung will Tierwohl verbessern

Erklärtes Ziel von Rabjerg Madsen ist es, die dänische Schweinehaltung nachhaltiger zu gestalten und das Tierwohl deutlich zu verbessern. Zugleich soll verhindert werden, dass Landwirte in neue Produktionsanlagen investieren, die der Vision der Regierung widersprechen. Für diesen Kurs hätten die Wähler ein klares Mandat erteilt. Änderungen, die dem Tierwohl, dem Klima oder der Umwelt dienen, können laut Ministeriumsangaben weiter genehmigt werden, solange weder Kapazität noch Fläche wachsen.

 

Bauernverband L&F kritisiert Moratorium

Die Regierung will mehr Tierwohl, stoppt aber zugleich die Investitionen, die es ermöglichen sollen, kritisierte der Vorsitzende der Schweinesparte im Fachverband der Land- und Ernährungswirtschaft (L&F), Hans Christian Gæmelke. Wenn die Schweine sich freier bewegen sollen, erfordere das auch mehr Platz. Ohne neue Ställe bleibe alles beim Alten. Es sei schwer nachvollziehbar, warum die Regierung die Branche durch das Baumoratorium auf unbestimmte Zeit stilllege. L&F habe der Vierparteien-Runde zugestimmt, um die Schweineproduktion zu entwickeln, nicht um sie abzuwickeln.

 

Verband warnt vor Folgen für ländliche Räume

Der Verband warnt vor unmittelbaren Folgen für die Wirtschaft. Demnach wirkt sich der Baustopp sofort negativ auf anstehende Investitionen aus: Betriebe müssen aktuelle Baupläne auf Eis legen, und auch Banken dürften Kredite verweigern, solange keine Rechts- und Planungssicherheit für die kommenden Monate besteht.


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