16.08.2013 rss_feed

Dänemark: Ferkelsterblichkeit in Bio-Herden liegt bei 33%

Mastschweine im Stroh auf dem Grothhof

In Dänemark sorgt eine Studie der Universität Aarhus, die im Auftrag des dänischen Landwirtschaftsministeriums erstellt wurde, für Aufsehen.  

 

Die dänische Regierung gab die Studie in Auftrag, da sie einen besonderen Handlungsbedarf in Bezug auf die Ferkelsterblichkeit in der Schweinehaltung sieht. Wie die Wissenschaftler berichten, liegt die Ferkelsterblichkeit unter den Bedingungen der Bio-Landwirtschaft deutlich höher als in der konventionellen Produktion. Sie können eine Ferkelsterblichkeit von 33% in den untersuchten Bio-Betrieben belegen.

 

Natürliche Feinde des Bioferkels: Raubvögel und Füchse

Gründe für die höhere Sterblichkeitsrate sind unter anderem die längere Säugezeit und Probleme bei der Überwachung der Geburten, in den für die Freilandhaltung typischen Hütten. Es sei schwer, den neu geborenen Ferkeln in Notsituationen zu helfen. Zudem geben die Forscher zu bedenken, dass die Ferkel in Freilandhaltung häufig Opfer von Raubvögeln und Füchsen werden.

 

Die dänischen Wissenschaftler haben Vorschläge erarbeitet, wie man die hohe Sterblichkeit reduzieren könnte und schlagen vor:

  • Veränderter Aufbau des Abferkelbereich
  • Verbesserter Zugang zu den Freilandhütten
  • Verwendung anderer Zuchtlinien, die robustere und größere Ferkel produzieren



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