03.09.2020rss_feed

Chinas Fleischhunger ungebrochen

China Fleischerzeugung

Chinas enormer Importbedarf an Schweinefleisch infolge der starken Dezimierung der eigenen Schweinebestände durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) bricht nicht ab. Auch im Juli hat die Volksrepublik Rekordmengen an Fleisch importiert. Wie aus Daten der Zollstatistik hervorgeht, belief sich die Einfuhr insgesamt auf fast 1 Mio. Tonnen, das waren 437.000 t oder 78 % mehr als im Vorjahresmonat, berichtet Agra Europe (AgE).

 

Riesige Lücke zwischen Nachfrage und heimischer Erzeugung

Die Rechnung dafür belief sich auf umgerechnet 2,43 Mrd. Euro, womit die Fleischimporteure rund 987 Mio. Euro mehr ausgaben als im Juli 2019. Besonders deutlich über dem Vorjahresmonat lagen mit einem Plus von 87,1 % die Bezugsmengen von Schweinefleisch einschließlich Nebenerzeugnissen.

Die aufgrund der Folgen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) entstandene Lücke zwischen Nachfrage und heimischer Erzeugung hat in diesem Jahr die Fleischeinfuhren Chinas so stark anwachsen lassen wie niemals zuvor. Der allgemeinen Zollverwaltung zufolge belief sich die Bezugsmenge von Januar bis Juli 2020 insgesamt auf 5,75 Mio. t, was einem Zuwachs von 2,45 Mio. t oder 74,2 % im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode entsprach. Die dazugehörigen Importausgaben haben sich mit 15,52 Mrd. Euro fast verdoppelt.

 

Chinas Schweinefleischimport um 138,5% gewachsen

Besonders begehrt war dabei Schweinefleisch, dessen internationaler Einkauf einschließlich der Schlachtnebenerzeugnisse gegenüber den ersten sieben Monaten 2019 um 98,2 % auf 3,38 Mio. t nach oben schoss. Davon entfielen 2,56 Mio. t auf Schweinefleisch, was im Vorjahresvergleich ein kräftiges Plus von 138,5 % bedeutete.

Für den Einkauf von Schweinefleisch und dessen Nebenprodukten am Weltmarkt gaben die chinesischen Importeure im Betrachtungszeitraum umgerechnet rund 7,5 Mrd. Euro aus. Außerdem teilte der Zoll mit, dass Ende August sechs neue US-amerikanische Fleischexporteure für die Belieferung des chinesischen Marktes zugelassen worden seien. Zudem hätten drei Unternehmen aus Uruguay ihre Exportlizenz zurückerhalten.



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