Brasiliens Schweineexporte legen deutlich zu – Nachfrage aus Asien stark gestiegen
Brasiliens Schweinefleischexport ist im ersten Quartal 2026 mengen- und umsatzmäßig jeweils um 16% gewachsen, auf 392.200 Tonnen frisches und verarbeitetes Schweinefleisch beziehungsweise umgerechnet 774 Mio. Euro. Zu Buche schlugen kräftige Absatzsteigerungen in Japan und auf den Philippinen. Diese hatten Ende 2025 ihre Grenzen für spanische Ware infolge der ASP-Ausbrüche in der Nähe von Barcelona geschlossen, berichtet Agra Europe.
Laut aktuell vorgelegten Zahlen des brasilianischen Verbandes für tierisches Protein (ABPA) ist der Schweinefleischexport Brasiliens in den ersten drei Monaten dieses Jahres sowohl mengen- als auch umsatzmäßig um rund 16% angewachsen.
Ein wesentlicher Treiber für dieses Wachstum scheinen die Marktsperrungen zu sein, die spanische Lieferanten seit Ende November 2025 aufgrund des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hinnehmen müssen.
Exportvolumen erreicht im März Rekordwert
Brasilien exportierte gemäß den ABPA-Zahlen in den Monaten Januar bis März insgesamt 392.200 Tonnen frisches und verarbeitetes Schweinefleisch. Die damit erzielten Einnahmen stiegen auf umgerechnet 774 Mio. Euro. Besonders gut entwickelte sich das Geschäft auf den Philippinen, die bereits seit 2024 der Hauptabnehmer von brasilianischen Schweinefleischexporten sind. Als Beleg für die steigende Nachfrage führt der ABPA ausschließlich Lieferzahlen für den Monat März an, in dem Brasilien seine Gesamtausfuhren an Schweinefleisch gegenüber dem Vorjahresmonat um fast ein Drittel auf den neuen Monats-Rekordwert von 153.800 Tonnen steigern konnte.
Exportboom: Philippinen und Japan waren vorher Spaniens Schlüsselkunden
Davon wurden 48.900 Tonnen dem ABPA zufolge auf den Philippinen abgesetzt; das waren ganze 81% mehr als im Vorjahresmonat. Die Lieferungen nach Japan wuchsen im März sogar um 86% auf 18.200 Tonnen. Japan und die Philippinen gehören zu den wenigen Ländern, die ihre Grenzen für spanisches Schweinefleisch aufgrund der ASP-Fälle bei Barcelona vollständig gesperrt haben. Dabei waren sie zuvor wichtige Kunden der Spanier. Deren Branchenverband Interporc weist für das gesamte Kalenderjahr 2025 für die Philippinen eine Liefermenge von rund 166.000 Tonnen frischem und verarbeitetem Schweinefleisch aus. Etwa ebenso viel ging nach Japan, bei einem spanischen Gesamtexport von 2,75 Mio. Tonnen. Diese Mengen scheinen nun neu am Weltmarkt verteilt zu werden.
China schwächelt, andere Märkte legen zu
Hingegen schwächelte das Geschäft mit China. Die Lieferungen in die Volksrepublik sanken im März um fast ein Zehntel auf 12.700 Tonnen. Auch die Verkaufsmenge in Hongkong blieb mit 8.800 Tonnen ungefähr 29% hinter dem Vergleichswert des Vorjahresmonats zurück. Positiv entwickelte sich hingegen der Absatz nach Chile mit einem Plus von 26 %. Auf Basis der Quartalszahlen prognostizierte der ABPA für das Gesamtjahr 2026 eine positive Exportentwicklung.
