19.10.2026rss_feed

Brasilien baut Schweinefleischexporte weiter aus

Brasilien Export Container

Brasiliens Schweinefleischexporte bleiben im Jahresverlauf auf Wachstumskurs. Von Januar bis September legten die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Im September gingen Exportmenge und Erlöse jedoch deutlich zurück.

 

Laut aktuellen Zahlen des Brasilianischen Verbandes für tierisches Protein (ABPA) wurden von Januar bis September 2026 insgesamt 1,192 Mio. Tonnen frisches und verarbeitetes Schweinefleisch ausgeführt. Das entspricht einem Plus von 6,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem 1,122 Mio. Tonnen exportiert wurden. Die Erlöse stiegen im selben Zeitraum um 1,3 % auf 2,737 Mrd. US-Dollar.

 

Rückgang im September

Im September exportierte Brasilien 135.000 Tonnen Schweinefleisch. Damit lag die Menge 11,0 % unter dem Vorjahresmonat, in dem 151.600 Tonnen ausgeführt worden waren. Die Exporterlöse sanken um 21,5 % auf 289,3 Mio. US-Dollar.

 

Japan und Chile mit deutlichen Zuwächsen

Die Philippinen waren im September mit 25.691 Tonnen der wichtigste Abnehmer brasilianischen Schweinefleischs. Die Lieferungen dorthin gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat allerdings um 47,7 % zurück. Japan bezog 15.916 Tonnen, ein Plus von 38,9 %. Nach Chile wurden 14.431 Tonnen ausgeführt, 72,0 % mehr als im September 2025. Die Exporte nach China sanken um 16,4 % auf 11.418 Tonnen, die nach Vietnam um 23,2 % auf 7.392 Tonnen.

Deutliche Zuwächse verzeichnete Brasilien zudem bei den Lieferungen nach Argentinien (+73,8 % auf 7.312 Tonnen), in die Dominikanische Republik (+53,6 % auf 2.129 Tonnen) und nach Peru (+104,6 % auf 1.054 Tonnen). Südafrika bezog 822 Tonnen, ein Plus von 99,4 %. Malaysia, das erst kürzlich für brasilianisches Schweinefleisch geöffnet wurde, importierte im September 1.918 Tonnen.

 

Brasilien weiter auf Wachstumskurs

ABPA-Präsident Ricardo Santin erklärt den Rückgang im September damit, dass im Vorjahresmonat besonders viel Schweinefleisch exportiert wurde. Zudem standen die durchschnittlichen internationalen Preise unter Druck. Insgesamt entwickelten sich die Ausfuhren seit Jahresbeginn dennoch positiv: Die monatlichen Exportmengen lagen im Schnitt bei mehr als 130.000 Tonnen, das Volumen stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 6 %. Zuwächse in Japan, Chile und Argentinien sowie die ersten Lieferungen nach Malaysia unterstreichen die zunehmende Diversifizierung der Absatzmärkte.


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