21.07.2023rss_feed

Brandenburg: ASP in den zuerst betroffenen Gebieten erfolgreich getilgt

Gebietskulisse in Brandenburg vor der Anpassung und aktuell ©MSGIV

Gebietskulisse in Brandenburg vor der Anpassung und aktuell ©MSGIV

Der Einsatz gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg zeigt Erfolg. Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher informierte heute bei einem Pressegespräch über die Aufhebung der Sperrzone II im Landkreis Dahme-Spreewald und in großen Teilen des Kreises Oder-Spree. Die Beschränkungen für Schweinehalter und Jäger entfallen dort somit. Weitere Aufhebungen sind geplant.

 

In den von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beim Schwarzwild zuerst betroffenen Gebieten in den Landkreisen Oder-Spree und Dahme-Spreewald können Teile der sogenannten Sperrzone II (infiziertes Gebiet) aufgehoben und die angrenzende Sperrzone I verkleinert werden. Insgesamt seien ca. 1.300 Quadratkilometer betroffen, teilte das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) heute in einer Pressemitteilung mit.

In den jetzt aufgehobenen Teilen der Sperrzone II wurde zuletzt am 29. Oktober 2021 ein ASP-Fall beim Schwarzwild festgestellt. Danach ist in diesem Gebiet seit mehr als 19 Monaten kein ASP-Fall mehr aufgetreten. Zu keinem Zeitpunkt wurde in diesem Gebiet ASP bei Hausschweinen festgestellt. Damit seien die grundsätzliche Voraussetzungen für die Aufhebung der Sperrzone II durch die EU-Kommission erfüllt.

 

Beschränkungen für Schweinehalter aufgehoben

Seit gestern, 20.07.2023, ist die geänderte Durchführungsverordnung in Kraft. Damit gilt in diesen Gebieten die ASP offiziell als getilgt und Beschränkungen für Schweinehalter und Jäger sind dort aufgehoben; das bedeutet insbesondere: keine Beschränkungen mehr für das innerstaatliche Verbringen von Schweinen, und die Möglichkeit der innerstaatlichen Vermarktung von Fleisch erlegter Wildschweine nach negativem Untersuchungsergebnis. In dem aufgehobenen Teil der Sperrzone II in den Kreisen Oder-Spree und Dahme-Spreewald befinden sich 37 Schweinehaltungen mit insgesamt rund 10.000 Schweinen.

 


In den jetzt aufgehobenen Teilen der Sperrzone II wurde zuletzt im Oktober 2021 ein ASP-Fall beim Schwarzwild festgestellt. ©MSGIV

In den jetzt aufgehobenen Teilen der Sperrzone II wurde zuletzt im Oktober 2021 ein ASP-Fall beim Schwarzwild festgestellt. ©MSGIV

Rückbau von Zäunen kann beginnen

Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher lobte das brandenburgische Bekämpfungskonzept und kündigte an, die Landesstrategie bis zur endgültigen Tilgung der ASP auch in anderen Landesteilen fortführen zu wollen. Besonders für die Schweinehalter ist das eine große Erleichterung und eine sehr gute Nachricht, so Nonnemacher und bedankte sich bei allen Beteiligten. In der jetzt aufgehobenen Sperrzone II könne kann nun mit dem Rückbau der ASP-Zäune beginnen. Zur Verhinderung eines sprunghaften Anstieges der Wildschweinpopulation würden derzeit die errichteten Barrieren jedoch nur teilweise abgebaut und die Seuchensituation auch in diesem Gebiet weiter intensiv beobachtet.

 

ASP-Gefahr nicht gebannt

Ministerin Nonnemacher betonte: Trotz dieser positiven Entwicklung muss dennoch jederzeit mit neuen Fällen der Afrikanischen Schweinepest beim Schwarzwild gerechnet werden. Vor allem beschädigte, entwendete oder nicht geschlossene Tore in den ASP-Schutzzäunen sind die Ursache dafür. Jeder neue ASP-Fund beim Schwarzwild in den nun aufgehobenen Gebieten würde zur Wiedereinrichtung von Restriktionszonen und zum Neubeginn der Bekämpfungsmaßnahmen führen.


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