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Brandenburg: Über 6.000 ASP-Proben im Landeslabor untersucht

Ein Großteil der bisher veröffentlichten Ergebnisse der Corona-Reihentestungen war negativ.

Bei einem Besuch des Landeslabors Berlin-Brandenburg (LLBB) am Standort Frankfurt (Oder) informierte sich die Leiterin des ASP-Krisenstabs aus Brandenburg, Staatssekretärin Anna Heyer-Stuffer, gemeinsam mit dem brandenburgischen Landestierarzt, Dr. Stephan Nickisch, über die Diagnostik zur Afrikanischen Schweinepest (ASP).

ISN: Wir appellieren an alle Schweinehalter zur Vorbereitung auf den Ernstfall am Früherkennungsprogramm teilzunehmen und sich zu den landeseigenen ASP-Früherkennungsprogrammen zu informieren.

 

Von 6022 Proben 122 positiv

Wie das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg mitteilt, wurden im Zeitraum vom 1. September bis zum 31. Oktober 4.160 Wildschwein-Proben aus Berlin und Brandenburg auf das ASP-Virus untersucht. Davon waren 122 Proben positiv. Hinzu kommen allein im Oktober 1.862 Hausschwein-Proben, von denen bislang keine positiv war.

 

LLBB auf ASP-Diagnostik ausgerichtet

Alle ASP-Untersuchungen im Auftrag der beiden Trägerländer Berlin und Brandenburg werden am LLBB-Standort in Frankfurt (Oder) durchgeführt. Die Tierseuchendiagnostik ist eine Kernaufgabe des Landeslabors Berlin-Brandenburg (LLBB), wozu das Labor über moderne effektive Verfahren verfügt. Gegenüber Staatssekretärin Heyer-Stuffer erläuterte der Direktor des LLBB, Dr. Frank Wissmann, dass die Ressourcen aktuell in diesem Bereich gebündelt und zielgerichtet auf die Bewältigung des hohen Untersuchungsaufkommens im Rahmen des ASP-Geschehens ausgerichtet werden.

 

Wichtiger Baustein der Tierseuchenbekämpfung

Derzeit werden in Brandenburg alle verendet aufgefundenen Wildschweine, Unfallwild und krankgeschossenes Schwarzwild durch die zuständigen Veterinärbehörden Brandenburgs beprobt und dem LLBB zur Untersuchung eingesandt. Hinzu kommen Proben von gesund geschossenen Wildschweinen aus bisher nicht von der ASP betroffenen Regionen Brandenburgs sowie aus dem Monitoring im Hausschweinebereich. Im Falle eines ASP-Genomsequenz-Nachweises erfolgt zeitnah eine Bestätigung sowie eine weitere Differenzierung des Virus am Nationalen Referenzlabor für ASP beim Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI).

Bereits vor dem ersten ASP-Fall im September 2020 wurden im Rahmen eines Monitorings Proben von Wildschweinen auf ASP untersucht, allein im Jahr 2019 waren das ca. 8.000 Proben.

 

Die ISN meint:

Sollte es zu einem ASP-Fall in einer Veredlungsregion kommen, könnten Beprobungskapazitäten durchaus knapp werden, was zu Verzögerungen führen könnte, wenn Schweine aus einem Restriktionsgebiet verbracht werden müssen. Wir appellieren daher an alle Schweinehalter, zur Vorbereitung auf den Ernstfall am Früherkennungsprogramm teilzunehmen und sich in den jeweiligen Bundesländern zu den Früherkennungsprogrammen zu informieren.

 

Weitere Infos zum ASP-Früherkennungsprogramm finden Sie auf unserer ASP-Seite >> HIER
Unter dem Punkt: ASP-Früherkennungsprogramm - wie kann ich Status-Betrieb werden? Finden Die detaillierte Merkblätter und Checklisten.
 

 


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