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BMEL: Neues Förderprogramm Zukunftsbetriebe und Zukunftsregionen

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Das Bundeslandwirtschaftsministerium stellt für die Digitalisierung von landwirtschaftlichen Betrieben und ländlichen Räumen erweiterte Fördermöglichkeiten in Aussicht. Mit dem neuen Förderprogramm sollen Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz mit Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit vereint sowie regionale Wertschöpfungsketten gestärkt werden, berichtet Agra Europe (AgE).

 

Für die Maßnahmen im Rahmen der neuen Förderrichtlinie Zukunftsbetriebe und Zukunftsregionen stehen insgesamt 60 Mio. Euro zur Verfügung, die dem Ressort im Rahmen der Mobilfunkstrategie der Bundesregierung zugesprochen worden waren. Neben den bereits etablierten Digitalen Experimentierfeldern wird im Zuständigkeitsbereich des Bundeslandwirtschaftsministeriums damit künftig ein weitergehendes Förderinstrument für innovative digitale Anwendungen in der Landwirtschaft zur Verfügung stehen.

Ziel sei es, die Vorreiterrolle der Landwirtschaft bei der Anwendung digitaler Techniken weiter auszubauen, erklärte Ressortchefin Julia Klöckner am Montag in Berlin. Mit unserem Programm wollen wir mehr Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz zusammenbringen mit Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit, so Klöckner. Zudem gehe es darum, die Vermarktung regionaler Produkte sowie regionale Wertschöpfungsketten insgesamt zu stärken.

 

Tierhaltung in Betrieben digitalisieren

Das Förderprogramm setzt sich aus zwei Modulen zusammen. In Modul 1 soll mit Hilfe von Zukunftsbetrieben der Nutzen von Digitalisierung für die heimische Landwirtschaft weiter erforscht werden. Profitieren sollen landwirtschaftliche Betriebe aller Größen, um produktiver und wettbewerbsfähiger zu werden. Außerdem soll damit ein Beitrag zu Nachhaltigkeit, Tierwohl, Umwelt-, Natur- und Klimaschutz geleistet werden. Dabei sollen die wesentlichen Aufgaben im landwirtschaftlichen Betrieb sowohl für die Pflanzenproduktion als auch für die Tierhaltung in den geförderten digitalen Zukunftsbetrieben abgebildet werden.

 

Digitale Ansätze entlang der Wertschöpfungskette nutzen

Modul 2 ist ausgerichtet auf Zukunftsregionen. In ihnen sollen die Chancen der Digitalisierung auch in den der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Bereichen genutzt werden, beispielsweise im Landhandel oder bei der Vermarktung regionaler landwirtschaftlicher Produkte. Dabei sollen neue digitale Ansätze entwickelt und in der Praxis getestet werden, die regionale Wertschöpfungsketten in ländlichen Räumen stärken.

 

Die Förderrichtlinie wird laut Bundeslandwirtschaftsministerium in Kürze veröffentlicht. Mit der Umsetzung ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als Projektträger beauftragt. Projektskizzen können nach Veröffentlichung der Förderrichtlinie online bei der BLE eingereicht werden.

 


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