18.10.2013rss_feed

Betrug: Viehhändler vor Gericht

Schlachtschweine kennzeichen im Abteil

Seit Anfang Oktober muss sich ein Viehhändler aus dem Kreis Vechta wegen mutmaßlichen 1.000-fachen Betrugs vor dem Oldenburger Landgericht verantworten, berichtete die Oldenburgische Volkszeitung (OV). Der Händler soll gezielt Einzeltiergewichte von vermarkteten Partien zum finanziellen Nachteil der Bauern manipuliert haben.

 

Laut OV sind 142 Landwirte in den Kreisen Vechta und Cloppenburg betroffen. 343.000 € Mehreinnahmen soll der Viehhändler durch seine Betrugsmasche generiert haben. Möglicherweise hat er mit einer Freiheitsstrafe zu rechnen. Das Verfahren wird Ende Oktober fortgesetzt.

 

Bereits im Sommer 2011 hatte die ISN über Betrügereien bei Schlachtabrechnungen berichtet und den Landwirten zu verstärkten Kontrollen der Abrechnungen geraten.

In den der ISN bekannten Fällen wurden Schlachtschweine zum Festpreis auf Basis ermittelter Schlachtgewichte vermarktet. Den Abrechnungen waren Wiegelisten beigefügt, die mit der Abrechnungssoftware des Vermarkters erstellt worden waren. Den betroffenen Mästern waren Unregelmäßigkeiten bzw. viele Einzeltiere außerhalb der Gewichtsnormen aufgefallen.

Ein Blick in die Originalwiegelisten vom Schlachthof brachte dann Klarheit: Die Einzeltiergewichte in den selbst erstellten Wiegelisten waren gezielt manipuliert worden.  

 

Im Mitgliederbereich des www.schweine.net finden Sie die Berichterstattung zu dem Fall:


arrow_forwardBericht der ISN zu den Betrügereien des Viehhändlers

arrow_forwardTipps zur Schlachtschweinevermarktung


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