Belebung am Schlachtschweinemarkt – VEZG-Preis steigt um 5 Cent

Die VEZG-Notierung für Schlachtschweine ist heute um 5 ct auf 1,50 €/kg SG angestiegen ©ISN nach VEZG
Am heutigen Mittwoch wurde die Notierung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) um 5 Cent auf 1,50 €/kg SG angehoben. Damit spiegelt sich die zuletzt freundlichere Tendenz am Schlachtschweinemarkt nun auch in der Preisfindung wider. Wenngleich die Kostendeckung noch längst nicht erreicht ist, ist dies ein erster wichtiger Schritt für die Schweinehalter, um nach einer längeren Phase wirtschaftlicher Belastung wieder Perspektive zu gewinnen.
Nachdem die Vermarktung schlachtreifer Schweine in vielen Regionen Deutschlands zum Jahresbeginn noch schleppend verlaufen war, hat sich der Markt inzwischen spürbar gedreht. Die mit dem Jahreswechsel entstandenen Überhänge konnten vollständig abgebaut werden, zugleich sind die Schlachtgewichte in den vergangenen Wochen kontinuierlich gesunken. Der Lebendmarkt zeigt sich damit deutlich aufnahmefähiger als noch zu Jahresbeginn. In den zurückliegenden Tagen nahm das Kaufinteresse an zusätzlichen Partien merklich zu, sodass sich für schlachtreife Tiere wieder zügige Vermarktungsmöglichkeiten bieten.
Diese Entwicklung spiegelte sich auch gestern in der Auktion der Internet Schweinebörse wider: Dort wurden Schweine zu einem Durchschnittspreis von 1,52 €/kg SG gehandelt. Der zunächst verhaltene Optimismus hat sich damit weiter gefestigt und in konkrete Preisimpulse umgesetzt.
Trendwende auch am EU-Markt
Am inländischen Fleischmarkt verläuft das Geschäft saisonüblich noch ruhig und wartet auf zusätzliche Nachfrageimpulse. Gleichzeitig berichten Marktteilnehmer im europäischen Umfeld von einem deutlich nachlassenden Angebotsdruck. So hat sich unter anderem der Absatz einzelner Teilstücke in Osteuropa sowie in verschiedenen Drittländern verbessert. Diese Impulse aus dem Drittlandsexport sind sowohl in Deutschland als auch EU-weit spürbar. In mehreren EU-Ländern hat sich dies auch bereits in steigenden Notierungen niedergeschlagen: In den Niederlanden wurde ein Plus von 5 Cent verzeichnet, in Belgien stiegen die Preise um 4 Cent und in Spanien um 2 Cent. Die festere Tendenz im europäischen Ausland wirkt sich stabilisierend auf den deutschen Markt aus, nachdem der Preisdruck aus dem EU-Umfeld in den vergangenen Wochen die hiesige Entwicklung spürbar gebremst hatte.
Auftakt für eine nachhaltige Preiserholung?
Auch für die kommenden Wochen stehen die Vorzeichen günstig. Das Angebot bleibt insgesamt überschaubar, während auf der Nachfrageseite mit einer schrittweisen Belebung gerechnet wird. Insbesondere wird erwartet, dass die verhältnismäßig niedrigen Lagerbestände für die bevorstehende Grillsaison wieder aufgefüllt werden. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, könnte der aktuelle Preisanstieg der Beginn einer nachhaltigeren Preiserholung sein, die der deutschen Schweinehaltung wieder eine auskömmliche wirtschaftliche Grundlage verschafft.
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