04.11.2020rss_feed

Bayern intensiviert ASP-Prävention – Investition in feste Zäune

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber wil im Hinblick auf die aktuelle Lage die ASP-Prävention in Bayern intensivieren. (Bild: Bayerisches Staatministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber wil im Hinblick auf die aktuelle Lage die ASP-Prävention in Bayern intensivieren. (Bild: Bayerisches Staatministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

Angesichts des ASP-Ausbruchs in Sachsen verstärkt Bayern nun die Präventionsmaßnahmen, um einen Ausbruch der Tierseuche im eigenen Bundesland zu verhindern. Geplant ist der Bau fester Zäune entlang der Bundesautobahnen im Gebiet der Grenze zu Thüringen, Sachsen und der Tschechischen Republik.

 

Nach der ersten Feststellung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Sachsen wies Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber darauf hin, dass Bayern die Vorbereitungsmaßnahmen noch einmal intensiviert. Bayern stehe aktuell in engem Kontakt mit dem Bund und den betroffenen Bundesländern. Ziel sei es, die anderen Länder bei Bedarf aktiv zu unterstützen, um die Tierseuche vor Ort schnellstmöglich einzudämmen. Dazu habe man Sachsen bereits rund 25 Kilometer mobiles Zaunmaterial zur Verfügung gestellt.

 

Fester Zaun fast fertig

Laut Glauber sei eine wichtige Maßnahme, die Errichtung eines festen Zauns entlang der grenznahen Autobahnen. Die Baumaßnahmen stünden kurz vor dem Abschluss. Daneben prüfe man stetig weitere mögliche Präventions-Optionen. Außerdem werden nochmals 3 Millionen Euro in weiteres Zaunmaterial investiert. Feste Wildschutzzäune werden in Bayern entlang der Bundesautobahnen im Gebiet der Grenze zu Thüringen, Sachsen und der Tschechischen Republik auf einer Gesamtlänge von rund 500 Kilometern errichtet. Die Umsetzung erfolgt durch die Autobahnmeistereien.

 

ASP-Abwehrpaket greift

Der bayerische Rahmenplan zur Afrikanischen Schweinepest soll ein landesweit koordiniertes, schnelles und zielgerichtetes Vorgehen sicherstellen. Das bestehende Anreizprogramm zur intensiven Bejagung von Wildschweinen wurde für das aktuelle Jagdjahr bayernweit auf Keiler – männliche Wildschweine – ausgeweitet. Zudem wurde die Aufwandsentschädigung in den grenznahen Landkreisen zu Thüringen, Sachsen und Tschechien von 20 Euro auf 100 Euro pro Wildschwein erhöht. Darüber hinaus wurden zentral für Bayern bislang insgesamt rund 350 Kilometer Zaunmaterial (Elektro-, Wildschutz- und Duftzäune) beschafft. Durch das neue Zaunmaterial wird die Menge deutlich aufgestockt. Die Zäune können zielgerichtet aufgestellt werden und die zuständigen Behörden vor Ort können im Falle eines Ausbruchsfalls in Bayern bei der Errichtung von Kernzonen unterstützt werden.

 


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