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ASP-Update 30.10.20: FLI bestätigt elf weitere ASP-Fälle – Ein Fall außerhalb bestehender Kernzonen

FLI Stand 30.10.20

FLI Stand 30.10.20

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat heute bei elf weiteren Wildschweinen den amtlichen Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bestätigt. Einer der Fälle liegt außerhalb des ersten Kerngebiets im Landkreis Oder-Spree. Daher wird um den Fundort ein neues Kerngebiet ausgewiesen, das zunächst mit einem Elektrozaun eingezäunt wird. Zur schnellen und gezielten Fallwildsuche in der Umgebung des Fundortes unterstützt die Bundeswehr

 

Wie das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz Brandenburg (MSGIV) informierte, hat sich der amtliche Verdacht der ASP bei elf weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Das Nationale Referenzlabor FLI hat die Tierseuche in den entsprechenden Proben nachgewiesen. Zehn ASP-Funde stammen aus dem ersten Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree um Neuzelle, ein ASP-infiziertes Wildschwein wurde bei Friedland/Klein Briesen (LOS) gefunden. Damit gibt es bislang insgesamt 114 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild im Land Brandenburg

 

Neue Lage – Restriktionszonen werden angepasst

Bei dem Fund außerhalb des bisher bestehenden Kerngebietes im Landkreis Oder-Spree handelt es sich um Fallwild, das am 26. Oktober 2020 gefunden wurde. Die Leiterin des ASP-Krisenstabes, Verbraucherstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer, äußerte sich dazu wie folgt: Mit diesem Fund ergibt sich eine neue Lage, auf die wir nun sofort reagieren. Die Restriktionszonen werden entsprechend angepasst und erweitert. Bei der schnellen und gezielten Fallwildsuche in der Umgebung des Fundortes unterstützt die Bundeswehr. Um den Fundort wird ein neues Kerngebiet ausgewiesen und zunächst mit einem Elektrozaun eingezäunt, der später durch einen festen Zaun ersetzt wird. Auch wenn bislang sämtliche Ausbrüche in Brandenburg glücklicherweise aus den beiden bisherigen Kerngebieten nahe der polnischen Grenze stammen, war nicht auszuschließen, dass es durch die intensive Fallwildsuche weitere Funde auch außerhalb dieser Gebiete geben kann. Nun kommt es darauf an, mit den bewährten Maßnahmen auch hier dafür zu sorgen, die Verbreitung der Tierseuche schnell einzugrenzen.

 

Ebenfalls wird das bisherige gefährdete Gebiet entsprechend der neuen Sachlage erweitert. Der Landkreis Oder-Spree wird die bestehende Tierseuchen-Allgemeinverfügung anpassen, in der konkrete Maßnahmen für die Restriktionszonen festgelegt sind.

 

Die Hausschweinebestände in Deutschland sind nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest. Die Seuche ist für den Menschen ungefährlich.


>> ASP-Stand: FLI bestätigt 9 weitere Fälle – Insgesamt jetzt 103 ASP-Fälle

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