28.01.2022rss_feed

ASP-Update 28.01.2022: Sachsen weitet Restriktionszonen aus

©Canva, https://geoviewer.sachsen.de/mapviewer/index.html?map=a8dbe363-3fa4-4bb7-a609-be411786cbcdI

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Die Anzahl der amtlich bestätigten Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Deutschland ist im Verlauf der letzten Woche durch weitere Funde weiter angestiegen. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche laufen in den betroffenen Bundesländern weiterhin auf Hochtouren. So wurden in Sachsen zuletzt aufgrund neuer ASP-Fälle die Restriktionszonen angepasst. In Brandenburg wurde der Festzaun auf dem Gebiet der Prignitz fertig gestellt.

 

ASP-Lage in Deutschland: 3.241 ASP-Fälle

 

Das Seuchengeschehen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Schwarzwildbestand der bisher betroffenen Bundesländer Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern bleibt weiter dynamisch. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat bis zum 27.01.2022 wieder mehrere Fälle festgestellt. Die Gesamtzahl steigt damit nach aktuellen Angaben des Tierseuchen-Informationssystems (TSIS) auf 3.237 bestätigte ASP-Fälle bei Wildschweinen.

Bei den ASP-Fällen in Hausschweinebeständen ist es bislang bei den bisherigen vier betroffenen Betrieben geblieben.

 

Neue ASP-Funde außerhalb der Restriktionszonen – Sachsen passt Gebiete an

Wie das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) Ende letzter Woche bekannt gab, wurden die Restriktionszonen in Sachsen nach dem Fund neuer Fälle außerhalb der bestehenden Sperrzonen angepasst. Zwei ASP-Fälle bei Wildschweinen wurden südlich des Kerngebietes Meißen in der Laußnitzer Heide und westlich der Bundesautobahn A13 in der Gemeinde Schönefeld festgestellt, zwei weitere Fälle in der Gemeinde Bernstadt auf dem Eigen und in der Gemeinde Herrnhut. Nach Angaben des Staatssekretärs im Sozialministerium und Leiter des ASP-Krisenstabs, Sebastian Vogel, wurde schnell reagiert, um mit den sofort begonnenen Maßnahmen das Ausbruchsgeschehen innerhalb der festgelegten Zonen zu begrenzen. Im Ausbruchsgebiet in Ostsachsen ist nun der gesamte Landkreis Görlitz sowie Teile vom Landkreis Bautzen als Sperrzone II ausgewiesen.

Die neuen Restriktionszonen wurden von einer Sachverständigengruppe anhand der örtlichen Gegebenheiten beraten und per Allgemeinverfügung veröffentlicht. Eine kartografische Darstellung des konkreten Gebietes finden Sie hier: geoviewer.sachsen.de/mapviewer/index.html?map=a8dbe363-3fa4-4bb7-a609-be411786cbcd.

 

 

Brandenburg: Fertigstellung des Kerngebietes in der Prignitz

Auch in Brandenburg wurden Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche weiter umgesetzt. In einer Pressemitteilung gab das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) bekannt, dass am Mittwoch (25.01.2022) der rund 12 Kilometer lange Festzaun auf dem Gebiet der Prignitz fertig gestellt wurde. Dieser ist Teil der Wildschweinbarriere, die derzeit um das Kerngebiet in Mecklenburg-Vorpommern gebaut wird, nachdem im Landkreis Ludwigslust-Parchim mehrere Fälle von ASP bei Wildschweinen festgestellt wurden. Die eingerichteten Restriktionszonen reichen auch in den angrenzenden Landkreis Prignitz in Brandenburg hinein. Zuvor war das Gebiet mit einem Elektro-Zaun vorläufig eingegrenzt worden. Bislang wurden jedoch auf dem Territorium des Landkreises Prignitz keine ASP-positiven Schwarzwildkadaver gefunden.

 


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