29.07.2021

ASP-Update 29.07.21: Erstmals ASP-Fälle bei Wildschweinen im Landkreis Barnim

©Canva

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In dieser Woche wurden erstmals Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen im Landkreis Barnim in Brandenburg nachgewiesen. Das gab das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) gestern Abend bekannt. Der Fundort befindet sich nur wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt auf dem Gebiet der Gemeinde Lunow-Stolzenhagen.

 

In Brandenburg ist nun mit dem Landkreis Barnim ein fünfter Landkreis von der Afrikanischen Schweinpest (ASP) bei Schwarzwild betroffen. Gestern teilte das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) mit, dass der Verdacht durch das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt wurde. Bei den Fällen handele es sich um eine Überläuferbache, die als Fallwild auf dem Gebiet der Gemeinde Lunow-Stolzenhagen, nur wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt, am 25. Juli 2021 gefunden wurde, sowie drei Frischlinge, die in unmittelbarer Nähe am selben Tag krank erlegt wurden. Der Fundort liege in der bereits eingerichteten Sperrzone I (Pufferzone).

 

ASP-Krisenzentrum nimmt Arbeit auf

Nach dem Bekanntwerden der Fälle wurde das ASP-Krisenzentrum des Landkreises Barnim eingerichtet sowie eine intensive und großflächig angelegte Fallwildsuche zur Bestimmung des Ausmaßes des Seuchengeschehens eingeleitet. Das MSGIV erklärte zudem, dass der Bau eines zweiten Zaunes entlang der gesamten brandenburgisch-polnischen Landesgrenze zu Polen zur Errichtung eines ASP-Schutzkorridors bereits begonnen habe, unter anderem auch im Landkreis Barnim.

 

Jetzt 1.734 ASP-Fälle bei Wildschweinen

Mit den neu hinzugekommenen Fällen in Barnim gibt er derzeit nach Angaben des MSGIV und des Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt 1.734 bestätigte ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg (1.395) und Sachsen (339).

In Hausschweinebeständen gab es keine weiteren ASP-Fälle und es ist bislang bei den drei bisher betroffenen Betrieben geblieben.


ASP-Update 26.07.21: Weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen – Sachsen erweitert Restriktionsgebiet

ASP-Fälle in Deutschland seit September 2020, Stand 23.07.2021 ©FLI

ASP-Fälle in Deutschland seit September 2020, Stand 23.07.2021 ©FLI

Die Zahl der amtlich bestätigten Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Deutschland ist im Verlauf der letzten Woche weiter angestiegen. In Hausschweinebeständen gab es keine weiteren ASP-Fälle und es ist bislang bei den drei bisher betroffenen Betrieben geblieben. Derzeit gibt es nach Angaben des Tierseuchen-Informationssystems (TSIS) insgesamt 1.665 bestätigte ASP-Fälle in Brandenburg und Sachsen.

 

1.665 ASP-Fälle bei Wildschweinen

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat in der letzten Woche bis zum 23.07.21 mehrere weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen festgestellt. Betroffen sind die Landkreise Oder-Spree, Frankfurt (Oder) Stadt und Spree-Neiße in Brandenburg sowie der Landkreis Görlitz in Sachsen. Nach aktuellen Angaben des Tierseuchen-Informationssystems (TSIS) gibt es mittlerweile insgesamt 1.665 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg und Sachsen.

Bei den ASP-Fällen in Hausschweinebeständen ist es bislang bei drei betroffenen Betrieben geblieben

 

Sachsen erweitert Restriktionszonen

Der Freistaat Sachsen gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass die Flächen der zur Bekämpfung der ASP festgelegten Restriktionszonen erweitert worden sind. Grund waren Funde von ASP-infizierten Wildschweinen nahe des bisherigen Zaunverlaufs. Das gefährdete Gebiet (nach neuem EU-Recht nunmehr »Sperrzone II) umfasse jetzt außer dem gesamten nördlichen Bereich des Landkreises Görlitz auch Teile der Gemeinden Spreetal, Lohsa, Radibor und den größten Teil des Stadtgebietes Bautzen und verlaufe im Süden über eine Linie südlich der Autobahn 4 von Bautzen über Löbau bis nahe Ostritz an der Landesgrenze zu Polen. Die Pufferzone (nach neuem EU-Recht nunmehr »Sperrzone I) verlaufe mittig durch den Landkreis Bautzen bis zur Grenze des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und umfasst von dort gen Osten die gesamten Bereiche der Landkreise Bautzen und Görlitz.

Laut Sachsens Staatsministerin Petra Köpping werde unverzüglich mit der Umzäunung des gefährdeten Gebietes begonnen. Außerdem befasse sich die Staatsregierung kurzfristig mit dem Thema, damit mehr finanzielle und personelle Kapazitäten für die Bekämpfung der Tierseuche zur Verfügung bereitgestellt werden können.