23.04.2021rss_feed

ASP-Update 23.04.21: Austausch über ASP-Bekämpfung in Brandenburg - Sachsen setzt Kadaverspürhunde ein

ASP: Austausch in Brandenburg über Schwerpuntke bei der Seuchenbekämpfung © BMEL/Florian Gaertner/photothek.net

ASP: Austausch in Brandenburg über Schwerpuntke bei der Seuchenbekämpfung © BMEL/Florian Gaertner/photothek.net

In Brandenburg haben sich heute die Leitungen der zuständigen Krisenstäbe im BMEL sowie im MSGIV des Landes Brandenburg  beim Besuch der Technischen Einsatzleitung zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) über den Fortschritt der Bekämpfungsmaßnahmen ausgetauscht.

Das Land Sachsen baut unterdessen die Fallwildsuche weiter aus und will mit Hilfe von Kadaverspürhunden das Auffinden infizierter Wildschweine beschleunigen.

 

Brandenburg: Austausch über Schwerpunkte bei der Seuchenbekämpfung

Wie das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) des Landes Brandenburg bekannt gab, haben sich heute die Leitungen der zuständigen Krisenstäbe im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie im MSGIV über den Fortschritt der Bekämpfungsmaßnahmen ausgetauscht und sich ein Bild von der doppelt umzäunten Weißen Zone im Landkreis Oder-Spree gemacht.

 

Staatssekretärin Beate Kasch, Leiterin des nationalen Zentralen Krisenstabes Tierseuchen, erklärte, dass es das Ziel sei, die ASP schnellstmöglich zu tilgen und neben der Anstrengung sämtlicher betroffener Akteure, auch Touristen, Radfahrer und Spaziergänger ihren Beitrag leisten könnten. Über weite Strecken sei der Mensch das größte Risiko, so Kasch.

 

Der Parlamentarische Staatssekretär Uwe Feiler, der in dieser Woche zum zentralen Ansprechpartner für Kommunen und Bundesländer bei ASP-Bekämpfung ernannt worden war, äußerte sich positiv zu den Bekämpfungsmaßnahmen: Die enge Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und den Kommunen erweist sich als zielführend. Die Maßnahmen im Kampf gegen die ASP wie Zaunbau oder Entnahme von Schwarzwild durch Fallen und Jagd gehen weiter voran – das ist gut. Davon konnten wir uns heute ein Bild machen.

 

Brandenburgs Verbraucherstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer, Leiterin des ASP-Krisenstab, appellierte daran, Infektionsketten nachhaltig zu unterbrechen: Dazu stehen die Grenzländer Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern in sehr konstruktivem Kontakt mit dem Bund.

 

Landestierarzt Dr. Stephan Nickisch, stellv. Leiter des ASP-Krisenstabs erläuterte zu den Bekämpfungsmaßnahmen vor Ort: Unser Ziel ist die vollständige Entnahme der Wildschweine prioritär aus der Weißen Zone aber auch aus den Kerngebieten. Für die Entnahme werden hier die Einzeljagd, der Fallenfang aber auch die begrenzte Bewegungsjagd genutzt. Hier haben mir die beiden Jagdverbände des Landes Brandenburg ihre volle Unterstützung zugesagt.

 

Sachsen setzt Kadaverspürhunde zur Fallwildsuche ein

Um das Auffinden von mit dem ASP-Virus infizierten Fallwild weiter voranzutreiben und Infektionsketten unterbrechen zu können, setzt Sachsen auf die Unterstützung der Kapazitäten vor Ort durch speziell ausgebildete Kadaversuchhunde aus Mecklenburg-Vorpommern. Der Einsatz sei punktuell auf unterschiedlichen Flächen vorgesehen und solle eine schnellere und effektivere Fallwildsuche ermöglichen, teilte das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in dieser Woche mit.  Für die Zukunft plane Sachsen die Ausbildung eigener Hundeteams, die bevorzugt im Freistaat zum Einsatz kommen sollen.

 

1.016 ASP-Fälle bei Wildschweinen

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat in den vergangenen Tagen weitere Verdachtsfälle der ASP bei Wildschweinen in Brandenburg und Sachsen nachgewiesen. Nach aktuellen Angaben gibt es jetzt 1.060 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (929) und Sachsen (131).

 

Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest.


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