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Jetzt insgesamt dreizehn bestätigte Fälle bei Wildschweinen innerhalb der Restriktionszone

Update Stand: 18.09.2020 – 17:30 Uhr

 

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat in seinem Nationalen Referenzlabor heute weitere sechs Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen bestätigt. Alle Fundorte lagen wieder, wie schon bei den vorherigen positiv auf ASP getesteten Wildschweinen,  innerhalb des bereits ausgewiesenen gefährdeten Gebietes in Brandenburg. Das gab das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) am heutigen Nachmittag bekannt.

Vergangene Woche war der erste ASP-Fall bei einem Wildschwein in Brandenburg durch das FLI bestätigt worden, inzwischen kamen zwölf weitere Fälle dazu, so dass die Gesamtzahl der bestätigten Fälle mit dem für Menschen ungefährlichen Virus nun bei dreizehn liegt.

 

Kerngebiet vergrößert - gefährdetes Gebiet bleibt bestehen

Zudem informierte das Land Brandenburg darüber, dass das sogenannte Kerngebiet mit den bestätigten positiven ASP-Fällen, die zuletzt nahe Neuzelle im Landkreis Oder-Spree gefunden wurden, jetzt in diese Richtung vergrößert wurde. Dieses Kerngebiet habe nun einen Umfang von 60 Kilometern und eine Fläche von 150 Quadratkilometern und umschließe unter anderem Neuzelle sowie Teile der Gemarkungen Eisenhüttenstadt und Lawitz. Das erweiterte Kerngebiet werde seit heute mit mobilen elektrischen Weidezäunen eingezäunt.
Das festgelegte gefährdete Gebiet mit einem Radius von circa 20 bis 25 Kilometern um den ersten Fundort im Ortsteil Sembten im Landkreis Spree-Neiße bleibt der Pressemeldung des Landes zu Folge unverändert. Außerdem haben die betroffenen Landkreise Spree-Neiße, Oder-Spree und Dahme-Spreewald in enger Abstimmung mit dem Landeskrisenzentrum Tierseuchenbekämpfung um das gefährdete Gebiet herum eine Pufferzone mit einer Fläche von rund 2.300 Quadratkilometern eingerichtet. Die Pufferzone gelte als seuchenfrei, heißt es in der Pressemeldung weiter.

 

Fallwildsuche mit Drohnen und Hundestaffeln

Die intensive Fallwildsuche ist das Gebot der Stunde im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest, betonte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher laut Pressemeldung des Landes Brandenburg heute in Potsdam. Es werden Hubschrauber mit Wärmebildkameras und Drohnen eingesetzt, geschulte Such- und Bergungsteams seien im Einsatz und ab Montag sollen Hundestaffeln aus Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz bei der Suche nach Wildschweinkadavern unterstützen. Außerdem erhielten alle, die im gefährdeten Gebiet ein totes Wildschwein finden und den Behörden melden, eine Aufwandsentschädigung von 100 Euro. Wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit noch weitere infizierte Wildschweine finden. Solange sie in räumlicher Nähe liegen, haben wir keine neue Lage. Erst wenn wir das genaue Ausmaß des Hochrisikogebietes kennen, können wir die mobilen Weidezäune um das Kerngebiet durch einen festen Zaun ersetzen, erklärte Ministerin Ursula Nonnemacher weiter.

 

 

 

 


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