07.06.2021

ASP-Update 07.06.21: Jagd- und Ackerbauverbot für Landwirte in Frankfurt (Oder)

In den ASP-Kerngebieten in Frankfurt (Oder) gilt vorerst ein Nutzungsverbot der land- und forstwirtschaftlichen Flächen (Bild ©Canva)

In den ASP-Kerngebieten in Frankfurt (Oder) gilt vorerst ein Nutzungsverbot der land- und forstwirtschaftlichen Flächen (Bild ©Canva)

Aufgrund neuer ASP-Fälle in Frankfurt (Oder) wurden die ASP-Restriktionen für das Stadtgebiet verschärft. Mit dem Inkrafttreten einer neuen Tierseuchenallgemeinverfügung sind Jagd und Ackerbau in weiteren Gebieten verboten. Damit soll der Wanderung infizierter Wildschweine in ASP-freie Gebiete vorgebeugt werden. Insgesamt gibt es in Deutschland mittlerweile 1.234 ASP-Fälle bei Wildschweinen.

 

Jagdverbot und feste Zäune im Stadtgebiet Frankfurt (Oder)

Nach Angaben der Stadt Frankfurt (Oder), wurden in der vergangenen Woche 13 neue ASP-Fälle bei Wildschweinen festgestellt. Dabei sind neun Tiere dem Kerngebiet 1 (nördliche Oderwiesen) zuzuordnen, vier dem Kerngebiet 2 (Buschmühlenweg). Somit sind stadtweit bisher insgesamt 50 durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte Fälle zu verzeichnen.

Um die Versprengung von infiziertem Schwarzwild zu vermeiden, ist eine neue Tierseuchenallgemeinverfügung in Kraft getreten, welche ein absolutes Jagdverbot im gesamten Stadtgebiet (Sperrzone II sowie Kerngebiet 1 und 2) beinhaltet. Hinzu kommt ein Nutzungsverbot der land- und forstwirtschaftlichen Flächen in den Kerngebieten.

Die mobilen Zäune entlang der B112 werden zeitnah durch Festzäune ersetzt, die den Kriterien der Wildschweinabwehr entsprechen. Solch ein Zaun wird ebenfalls nahe der B87 entstehen, um eine feste Wildschweinbarriere Richtung Westen zu schaffen. Erst wenn diese Barriere vollständig geschlossen ist, kann das Jagdverbot aufgehoben werden.

 

1.234 ASP-Fälle

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat in der vergangenen Woche weitere Verdachtsfälle der ASP bei Wildschweinen in Brandenburg nachgewiesen, vorwiegend in den Landkreisen Oder-Spree und Frankfurt (Oder) Stadt. Nach aktuellen Angaben gibt es jetzt 1.234 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (1.035) und Sachsen (199).

Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest.