16.11.2018rss_feed

ASP-Vorsorge: Tönnies und Westfleisch wollen Jägern 10.000 Wildschweine abnehmen

Zwei Wildschweine

Um die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland zu verhindern, erlegen die Jäger mehr und mehr Wildschweine. Die Schlachtunternehmen Tönnies und Westfleisch haben angekündigt die Jäger in NRW zu unterstützen und haben laut Westfalen-Blatt zugesagt insgesamt 10.000 Wildschweine abzunehmen.

 

Allein die Jäger in Nordrhein-Westfalen haben im vergangenen Jagdjahr die Rekordmenge von 66.000 Wildschweinen erlegt. Um den damit verbundenen Preisverfall zu stoppen, wollen die Fleischkonzerne Tönnies und Westfleisch den Jägern jetzt helfen, berichtet das Westfalen-Blatt. Die Schlachter bekräftigten, dass es in ihrem ureigensten Interesse sei, die Ausbreitung der Schweinepest nach Deutschland zu verhindern.

 

Preise für Wildbret stabilisieren

»Wir wollen den Jägern helfen und das Wildbret abnehmen, um so zu einer Stabilisierung der Preise beizutragen«, erklärte Tönnies-Sprecher André Vielstädte der Zeitung. Die Details werden in den kommenden Wochen in einem Arbeitskreis beraten, in dem Vertreter der Fleischkonzerne, des Landesjagdverbandes und des NRW-Umweltministeriums sitzen. Die Gespräche sind unter anderem nötig, weil die Zerlegung der Wildschweine im laufenden Schweineschlachtbetrieb nicht möglich sei.

 

Die Jäger begrüßen das Angebot der beiden westfälischen Unternehmen. Denn der Mehrabschuss der Wildschweine habe Probleme mit sich gebracht. »Der Markt steht unter Druck. Beim Wildschweinfleisch gibt es ein Überangebot«, sagte Andreas Schneider, Sprecher des Landesjagdverbandes NRW zum Westfalen-Blatt. Die Wildkammern seien voll und die Preise für das Fleisch im Keller. Normalerweise werden laut Jagdverband für ein Kilo unverarbeitetes Wildschwein 3,50 bis 4,50 gezahlt.


open_in_newHier lesen Sie die Originalmeldung des Westfalen-Blatts


Die ISN ruft alle Jäger auf, die in den von ASP betroffenen Ländern auf Jagd gehen, keine Wildschweine oder Wildbret von Wildschweinen mitzubringen und die Schweinehaltung in Deutschland nicht unnötigen Risiken aussetzen.

 


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