03.08.2021

ASP-Prävention: Baden-Württemberg richtet Biosicherheitsberatung für Landwirte ein

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Die Biosicherheit auf schweinehaltenden Betrieben ist ein wichtiges Element der Seuchenbekämpfung.  Um die Tierhalter bei der Optimierung der Präventionsmaßnahmen zu unterstützen, hat Baden-Württemberg eine Biosicherheitsberatung etabliert, die Schweinehalter kostenfrei in Anspruch nehmen können.

ISN: Das Einhalten der Biosicherheitsmaßnahmen hat für alle Betriebe oberste Priorität! Es ist allerhöchste Zeit, Schwachstellen zu beseitigen. Neben den professionellen Schweinebetrieben müssen die Hygienemaßnahmen aber auch von den Kleinstbeständen und Hobbyhaltungen unbedingt eingehalten werden!

 

Gemeinsam mit der Tierseuchenkasse Baden-Württemberg startete das Land zum 1. August 2021 ein gemeinsames Projekt zur Bekämpfung der ASP. Mittels verstärkter Biosicherheitsberatung in der Schweinehaltung werden die Landwirte beim Schutz vor der ASP unterstützt.

 

Biosicherheitsmaßnahmen sind entscheidend

Angesichts der für Deutschland erstmaligen Ausbrüche von Afrikanischer Schweinepest bei Hausschweinen in Brandenburg und der damit zunehmenden Seuchengefahr müssen die bestehenden Biosicherheitsmaßnahmen als entscheidende Präventionsmaßnahmen in den Schweinehaltungen weiter optimiert und die Tierhalter dabei bestmöglich beratend unterstützt werden. Dafür wurden zwei neue Teams aus jeweils einer landwirtschaftlichen und tierärztlichen Fachkraft geschaffen, die für den nördlichen beziehungsweise südlichen Landesteil zuständig sind. Ab August können die Angebote in Anspruch genommen werden, sagte der baden-württembergische Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

 

Kostenlose Einzelberatung für Betriebe

Die für die Betriebe kostenlose Einzelberatung soll ein bis zwei Betriebsbesuche mit einer Vor-Ort-Besprechung und gegebenenfalls einen Bericht mit Verbesserungspotenzialen umfassen. Auch Bau- oder Umbaumaßnahmen können beratend begleitet werden. Zusätzlich sind auch ergänzende Informationsveranstaltungen zur Biosicherheit geplant. Die direkte Anforderung der Teams kann durch die Betriebe, wie auch durch Verbände oder Interessensgemeinschaften erfolgen. Ich appelliere an die Schweinehalter, von diesem Angebot regen Gebrauch zu machen, um auch für den Fall eines Seuchenausbruches bei Wildschweinen entsprechend gut vorbereitet zu sein, betonte Minister Hauk.

 

Weitere Infos und die Kontaktdaten der beiden Teams in Baden-Württemberg finden Sie hier www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/biosicherheitsberatung-fuer-schutz-vor-der-afrikanischen-schweinepest

 

Die ISN meint:

Das Einhalten der Biosicherheitsmaßnahmen hat oberste Priorität! Es ist allerhöchste Zeit, Schwachstellen zu beseitigen und da ist ein 4-Augen Prinzip von Vorteil. Daher raten wir den Schweinehaltern in Baden-Württemberg, das Angebot unbedingt anzunehmen, um die betrieblichen Schutzmaßnahmen gegen die ASP zu optimieren. Die Biosicherheit ist schließlich das A und O, um die Betriebe vor einem ASP-Eintrag zu schützen.

Neben den professionellen Schweinebetrieben müssen die Hygienemaßnahmen aber auch von den Kleinstbeständen und Hobbyhaltungen unbedingt eingehalten werden! Auch diese Bestände müssen ihre Schweine wirksam vor einer ASP-Infektion schützen!

 

Wie gut sind Ihre betrieblichen Schutzmaßnahmen gegen die ASP?

Unter www.risikoampel.uni-vechta.de steht Ihnen ein Onlinetool zur Verfügung, mit dem Sie Ihre Biosicherheit im eigenen Betrieb individuell im Hinblick auf den Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) freiwillig und anonym bewerten lassen können. Nach der Beantwortung von 111 Fragen gibt es eine Risikoeinschätzung anhand eines farbigen Ampelsystems eine Optimierungsanalyse und eine entsprechende ToDo-Liste zur Verbesserung des Betriebsschutzes.