ASP-Lage in Europa bleibt angespannt
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Europa 2026 weiterhin auf dem Vormarsch. Nach aktuellen Zahlen des FLI wurden in diesem Jahr insgesamt 4.698 Ausbrüche registriert. Besonders Osteuropa steht weiterhin im Fokus.
Das ASP-Geschehen in Europa ist weiterhin dynamisch. Das berichtet die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) in Bezugnahme auf aktuelle Zahlen aus der Tierseuchenstatistik des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI).
Polen meldet die meisten Fälle
Bis zum 12.05.2026 wurden europaweit 4.698 ASP-Fälle registriert. Die Belastung ist jedoch sehr ungleich verteilt: Polen verzeichnet mit Abstand die meisten Ausbrüche und steht für fast ein Viertel aller gemeldeten Fälle. In vielen anderen Staaten treten dagegen nur vereinzelte Nachweise auf. Das Infektionsgeschehen konzentriert sich insgesamt weiterhin eher auf Osteuropa sowie die baltischen Länder.
Hausschweinebestände selten betroffen
Infektionen in Hausschweinehaltungen bleiben weiterhin selten. Die meisten dieser Fälle treten nach wie vor in Rumänien auf. In anderen Ländern beschränkt sich das Seuchengeschehen überwiegend auf Wildschweine.
Spanien: Geringe Fallzahlen, aber erweiterte Sperrzonen
Der größte Schweinefleischproduzent Europas, Spanien, meldet bislang vergleichsweise wenige Fälle. Dennoch musste zuletzt eine Sperrzone ausgeweitet werden, nachdem ein Fund in einem zuvor nicht betroffenen Gebiet aufgetreten war.
Deutschland: Sachsen erneut im Fokus
In Deutschland sind aktuell drei Regionen nachweislich betroffen – Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Hessen. Sachsen galt zwischenzeitlich als ASP-frei, musste jedoch nach neuen Funden bei Wildschweinen wieder in den Bekämpfungsmodus wechseln. Auch in anderen betroffenen Gebieten werden die Schutz- und Eindämmungsstrategien fortlaufend angepasst.
