26.03.2026rss_feed

ASP-Lage bundesweit stabil - Nachweise bei Wildschweinen in NRW nehmen zu

Die monatliche Entwicklung der ASP-Fallzahlen zeigt seit März wieder einen Anstieg (© ISN nach TSIS/ Stand: 26.03.2026)

Die monatliche Entwicklung der ASP-Fallzahlen zeigt seit März wieder einen Anstieg (© ISN nach TSIS/ Stand: 26.03.2026)

Ein Blick auf die aktuellen ASP-Zahlen zeigt: Nach einem sehr ruhigen Jahresbeginn nimmt das ASP-Geschehen derzeit wieder leicht zu – allerdings fast ausschließlich in Nordrhein-Westfalen. In den übrigen Bundesländern wurden seit Jahresbeginn, abgesehen von wenigen Fällen in Hessen, keine neuen Nachweise gemeldet, sodass die bundesweite Lage weiterhin stabil bleibt.

Nach einem spürbar beruhigten ASP-Geschehen zu Jahresbeginn zeigt sich seit Februar erneut ein leichter Anstieg der Fallzahlen. Laut TierSeuchenInformationsSystem (TSIS) des Friedrich-Loeffler-Instituts wurden von Januar bis März bislang insgesamt 138 ASP-Fälle bestätigt.
Im Januar wurden lediglich 28 Fälle registriert, im Februar 33. Seit März steigt die Zahl wieder etwas mehr an und liegt aktuell bei 77 Fällen. Die Entwicklung verdeutlicht, dass die Seuche weiterhin aktiv ist und regional dynamisch verläuft.

 

Schwerpunkt NRW – intensive Fallwildsuche

Die Fälle konzentrieren sich nahezu vollständig auf Nordrhein-Westfalen: 129 der bundesweiten Nachweise stammen aus diesem Bundesland. Besonders betroffen sind die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein, während im Hochsauerlandkreis bislang nur drei Fälle festgestellt wurden. Wöchentlich kommen neue Nachweise hinzu.
Neben den Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der ASP, läuft in allen drei Kreisen in NRW eine intensive und andauernde Kadaversuche mit Mensch-Hund-Suchteams vom Landesbetrieb Wald und Holz, um infizierte Wildschweine frühzeitig aufzuspüren und weitere Ausbreitung zu verhindern.

 

Andere Bundesländer weitgehend stabil

In Hessen wurden in diesem Jahr bislang lediglich 9 Fälle bestätigt. In allen übrigen Bundesländern sind seit Jahresbeginn keine neuen ASP-Nachweise aufgetreten. Dies deutet darauf hin, dass die dortigen Maßnahmen zur Seuchenprävention und -bekämpfung weiterhin wirksam sind.
Gleichzeitig macht die Situation in NRW deutlich, dass sich das Infektionsgeschehen regional schnell verändern kann und dass die konsequente Überwachung und frühzeitige Reaktion enorm wichtig sind.


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