30.12.2020rss_feed

ASP-Update 30.12.20: ASP-Krisenstab in Brandenburg zieht Zwischenbilanz

Leiterin des ASP-Krisenstabs in Brandenburg: Verbraucherstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer (Bild: MSGIV Brandenburg)

Leiterin des ASP-Krisenstabs in Brandenburg: Verbraucherstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer (Bild: MSGIV Brandenburg)

Zum Jahresende zieht die Leiterin des ASP-Krisenstabs in Brandenburg, Anna Heyer-Stuffer, eine Zwischenbilanz über die bisherigen Eindämmungsmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). Neben einer intensiven Fallwildsuche sei mehr als 300 Kilometer Festzaun gebaut worden, auch die Umzäunung der Weißen Zone gehe voran.  Aktuell liegt die Anzahl der bestätigten ASP-Fälle bei Schwarzwild in Brandenburg und Sachsen bei 391.

 

Seit dem ersten amtlichen Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) am 10. September 2020 sind rund 100 Tage vergangen. Die Leiterin des ASP-Krisenstabs, Verbraucherstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer, gab heute in einer Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg einen Rückblick über die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche. Innerhalb weniger Wochen seien große Teile des gefährdeten Gebietes eingezäunt worden. Insgesamt wurden dabei bereits mehr als 300 Kilometer Festzaun gebaut, so Anna Heyer-Stuffer.

 

Was wurde bisher umgesetzt?

Nach dem Aufstellen temporärer Zäune habe Brandenburg am 24. September im Süden des Landes mit dem Bau eines festen Zauns entlang der Grenze zu Polen begonnen. Von insgesamt rund 270 Kilometern seien gut 130 Kilometer fertig gestellt. Der Zaun zwischen Frankfurt (Oder) und der sächsischen Grenze sei vollständig geschlossen. Im Landkreis Märkisch-Oderland werde derzeit ein gut 40 Kilometer langer Zaun gebaut, im Barnim seien neun Kilometer fertig gestellt, die Uckermark werde im Januar mit dem Bau eines rund 60 Kilometer langen Zaunstückes bis Mecklenburg-Vorpommern beginnen.

 

Bau der Weißen Zone geht voran

Auch die feste Umzäunung der drei Kerngebiete und der Bau der sogenannten Weißen Zonen geht zügig voran. Die Abgrenzung der Weißen Zone durch eine doppelte Umzäunung des ersten Kerngebiets um Neuzelle ist abgeschlossen. Hier hat die Entnahme der Wildschweine über Lebendfallen begonnen. Der äußere Ring der Weißen Zone um das zweite Kerngebiet im Landkreis Märkisch-Oderland ist ebenfalls fertig gestellt. Mit der Abgrenzung einer Weißen Zone um das dritte Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree wurde bereits begonnen. Unser Ziel ist die vollständige Entnahme der Wildschweine aus diesen Gebieten, um dort die Infektionsketten vollständig zu unterbrechen, so Heyer-Stuffer.

 


Wildschwein ASP FLI

Insgesamt 391 ASP-Fälle

Nachdem das nationale Referenzlabor für Afrikanische Schweinepest – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – bei weiteren Wildschweinen den amtlichen ASP-Verdacht bestätigt hat, gibt es jetzt insgesamt 375 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild im Land Brandenburg. Alle neuen Fälle stammen aus den bisherigen Restriktionszonen. In Sachsen wurden bisher 16 ASP-Fälle bei Wildschweinen bestätigt. Damit liegt die Gesamtzahl der amtlich bestätigten ASP-Fälle bei 391.

Die Hausschweinebestände in Deutschland sind nach wie vor frei von Afrikanischer Schweinepest.


BMEL-Appell zur Aufrechterhaltung der Maßnahmen

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