ASP in Sachsen erfolgreich getilgt
Sachsen ist wieder frei von Afrikanischer Schweinepest (ASP). Am heutigen 5. Februar 2026 liegt die Feststellung des letzten ASP-Falls bei einem Frischling im Landkreis Bautzen genau ein Jahr zurück. Damit ist in Sachsen kein Fall mehr aktiv und die ASP gilt damit als erfolgreich getilgt. Das Sozialministerium wird noch in diesem Monat bei der EU-Kommission die Aufhebung der Sperrzone im Landkreis Bautzen beantragen.
Ein Jahr nach dem letzten ASP-Nachweis erklärt Sachsen die Afrikanische Schweinepest (ASP) offiziell für getilgt.
Seit 2020 insgesamt knapp 2.400 ASP-Fälle festgestellt
Nach dem Indexfall am 31. Oktober 2020 bei einem mutmaßlich aus Polen über die Neiße eingewanderten Wildschwein wurden in Sachsen insgesamt 2.398 ASP-Fälle festgestellt. Die zur ASP-Bekämpfung nötigen Sperrzonen betrafen in ihrer größten Ausbreitung im Jahr 2023 rund ein Drittel der Fläche Sachsens. Insgesamt waren rund 830 Kilometer Schutzzäune errichtet worden, um die Beweglichkeit des Schwarzwilds und damit die Ausbreitung des Virus einzuschränken. Von diesen konnten rund 480 Kilometer Zäunung bereits zurückgebaut werden. Die Bekämpfung der Tierseuche erforderte eine starke Reduzierung des Schwarzwildbestands. Insgesamt hat der Freistaat rund 60 Millionen Euro für die ASP-Bekämpfung aufgebracht.
Biosicherheit der Betriebe zahlt sich aus – Weiterhin Vorsicht geboten
Staatsministerin Köpping betont: »Besonders froh bin ich über die Tatsache, dass ein Eindringen des Virus in Hausschweinbestände erfolgreich verhindert wurde. Die Landwirte haben in ihren Betrieben sehr akkurat auf Biosicherheit und Hygiene geachtet. Das wird auch in Zukunft nötig sein, damit das Virus nicht doch einen Weg in diese Bestände findet. Denn nicht nur in Ost- und Südeuropa, sondern auch in den westlichen Bundesländern Hessen und Nordrhein-Westfalen gibt es aktuell ASP-Ausbrüche. Deshalb gilt weiter: Essensreste dürfen nicht wahllos weggeworfen werden, sondern gehören in geschlossene Behälter. Tote Wildschweine sollten sofort dem örtlichen Veterinäramt gemeldet werden.«
Antrag auf Aufhebung der Sperrzone wird zeitnah geplant
Das Sozialministerium wird noch in diesem Monat bei der EU-Kommission die Aufhebung der Sperrzone im Landkreis Bautzen beantragen. Der aus zwei parallel verlaufenden Zäunen bestehende Schutzkorridor entlang der Grenze zu Polen im Landkreis Görlitz bleibt so lange bestehen, bis die ASP auch in den angrenzenden Gebieten im Nachbarland getilgt ist. Die günstige Entwicklung der ASP-Tierseuchenlage in beiden Ländern machte jedoch bereits jetzt eine Anpassung der Risikobewertung möglich. Daher konnte der Rückbau eines Teils der mobilen Schwarzwildbarriere veranlasst werden, die ergänzend zu den festen Zäunen entlang der Neiße errichtet worden war.






