11.05.2026rss_feed

ASP in NRW: Sperrzonen werden ausgeweitet

©Canva, LAVE NRW

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Neue Funde der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei mehreren Wildschweinen im Kreis Siegen-Wittgenstein zwingen das Land Nordrhein-Westfalen zur Erweiterung der Restriktionszonen. Anfang Mai wurden insgesamt vier tote Wildschweine entdeckt, die inzwischen alle positiv auf ASP getestet wurden.

 

Zum Schutz vor der weiteren Ausbreitung der ASP im Schwarzwildbestand in den Kreisen Siegen-Wittgenstein, Olpe und dem Hochsauerlandkreis werden in Nordrhein-Westfalen die Sperrzonen I und II erweitert. Das teilte das nordrhein-westfälische Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MLV) am Wochenende mit. Grund der notwendigen Erweiterung ist ein am Maifeiertagswochenende tot aufgefundenes Wildschwein in Netphen-Grissenbach (Kreis Siegen-Wittgenstein), das an der ASP verendet ist. Am Donnerstag, 7. Mai 2026, wurden zudem drei weitere tote Wildschweine bei Grissenbach entdeckt. Das CVUA Westfalen in Arnsberg hat das ASP-Virus bei allen drei Tieren nachgewiesen. Das Gebiet wird weiterhin intensiv nach weiteren toten Wildschweinen abgesucht.

 

Auswirkungen auf Zaunbaumaßnahmen

Durch die neue Ausdehnung der Sperrzonen wird es Anpassungen bei den laufenden und geplanten Zaunbaumaßnahmen geben. Das Ministerium steht dazu in engem Austausch mit den betroffenen Kreisen, dem Nachbarland Hessen, dem Bund und der EU.

 

Regeln für Schweinehalter und die Öffentlichkeit

Für Hausschweine gelten in den Sperrzonen weiterhin eingeschränkte Verbringungs- und Vermarktungsmöglichkeiten. Zudem müssen die Schutzmaßnahmen der Allgemeinverfügungen strikt eingehalten werden: Straßen und offizielle Wanderwege dürfen nicht verlassen werden, Hunde müssen angeleint sein. Tot aufgefundene Wildschweine sind sofort beim zuständigen Kreisveterinäramt zu melden, das die Bergung übernimmt.

 


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