ASP in Hessen: Nächster Antrag zur Rückstufung der Sperrzonen in Vorbereitung

Das Hessische Landwirtschaftsministerium hat gemeinsam mit dem Landkreis Groß-Gerau zum aktuellen Stand der ASP-Bekämpfung und den anstehenden Rückstufungsantrag für Südhessen informiert ©HMLU
Nach der ersten Teilrückstufung im Frühjahr bereitet Hessen den nächsten Antrag zur Verkleinerung der ASP-Sperrzonen vor. Dieser soll am 26. Oktober beim Bundesministerium eingereicht werden.
Seit mehr als zwei Jahren kämpfen Hessen und die betroffenen Landkreise und kreisfreien Städte in Südhessen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). Nach der erfolgreichen ersten Teilrückstufung von Sperrzonen im Frühjahr 2026 richtet sich der Blick nun auf die nächsten Schritte. Das Hessische Landwirtschaftsministerium (HMLU) hat gemeinsam mit dem Landkreis Groß-Gerau bei einer Dialogveranstaltung über die aktuelle ASP-Lage, die laufenden Maßnahmen und den nächsten Rückstufungsantrag informiert.
Letzter positiver Fall vor mehr als zwei Monaten
Der letzte positive ASP-Nachweis bei einem Wildschwein in Hessen wurde am 31. Juli 2026 im Landkreis Darmstadt-Dieburg festgestellt. Bereits im Frühjahr hatten die EU-Mitgliedstaaten einen gemeinsamen Antrag Hessens und Rheinland-Pfalz’ auf eine Teilrückstufung gebilligt. Dadurch konnten Restriktionen in Teilen des Rheingau-Taunus-Kreises und angrenzenden Gebieten aufgehoben werden. Der Hochtaunuskreis wurde vollständig aus den Sperrzonen entlassen.
Nächster Rückstufungsantrag in Vorbereitung
Der nächste Antrag soll am 26. Oktober 2026 beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat eingereicht werden. Im November könnte sich die Europäische Kommission damit befassen. Für eine weitere Rückstufung ist insbesondere eine konsequente Fortführung der Maßnahmen zur Überwachung und Bekämpfung der ASP entscheidend. Dazu gehören die Suche nach Fallwild, die Überwachung des Wildschweinbestands und die weitere Reduzierung der Schwarzwildpopulation. Staatssekretär Michael Ruhl, Leiter des ASP-Führungsstabs im Landwirtschaftsministerium, rief die private Jägerschaft dazu auf, sich weiter an der Bekämpfung zu beteiligen. Drückjagden und Einsätze der Mobilen Entnahme Teams seien wichtige Bestandteile der Strategie. Ruhl dankte zudem den Jägern, Veterinärbehörden und Landwirten für ihren Einsatz.
Aktueller Stand ASP in Hessen
Seit dem ersten bestätigten ASP-Fall am 15. Juni 2024 wurden hessenweit mehr als 7.000 Wildschweine bzw. Wildschweinkadaver beprobt. Davon wurden 2.340 positiv auf ASP getestet. Die Fälle konzentrieren sich ausschließlich auf Südhessen.