ASP in Brandenburg: Wildschwein im Landkreis Barnim positiv getestet
Nach dem Wiederauftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Uckermark im Juli ist nun auch im Landkreis Barnim ein infiziertes Wildschwein gefunden worden. Der Landkreis war über vier Jahre ASP-frei. Der aktuelle Fund liegt innerhalb des gesicherten Hochrisikobereichs an der Oder und entsprechende Seuchenbekämpfungsmaßnahmen wurden bereits eingeleitet.
Im Landkreis Barnim ist vergangene Woche bei einem Wildschwein die ASP nachgewiesen worden. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte den Befund am 1. Oktober 2026. Damit ist die ASP erstmals seit mehr als viereinhalb Jahren wieder im Landkreis Barnim nachgewiesen worden – der letzte ASP-Fall war dort vom FLI am 2. Februar 2022 bestätigt worden.
ASP-Fall liegt im gesicherten Hochrisikobereich
Gefunden wurde das betroffene Wildschwein im Hochrisikokorridor östlich des Oderdeiches auf Höhe der Ortschaft Lunow. Der Fund liegt somit innerhalb des bereits gesicherten Bereichs. Der entlang der Oder errichtete Schutzzaun erfüllt damit weiterhin eine wichtige Funktion bei der Eindämmung der Tierseuche und verhindert, dass Wildschweine unkontrolliert aus dem Hochrisikobereich in den dahinterliegenden Schutzkorridor und weiter in den Landkreis gelangen können. Der Landkreis stimmt derzeit gemeinsam mit den zuständigen Stellen die weiteren erforderlichen Maßnahmen ab. Dazu gehört insbesondere die konkrete Ausgestaltung einer Sperrzone II.
42 ASP-Fälle in der Uckermark
Der Landkreis Barnim ist durch den aktuellen Fall somit der zweite von ASP betroffene Landkreis in Brandenburg. Nachdem das Bundesland zwischenzeitlich mehr als ein Jahr ohne neue ASP-Fälle geblieben war, wurden Anfang Juli 2026 in der Uckermark erstmals wieder zwei infizierte Wildschweine entdeckt. Seit Juli ist die Zahl der bestätigten Fälle dort auf insgesamt 42 gestiegen. Die Fundorte liegen nahe der deutsch-polnischen Grenze innerhalb einer bestehenden Sperrzone II.
Die ISN meint:
Für die Schweinehalter vor Ort ist der erneute ASP-Fund ein bitterer Rückschlag. An der grundsätzlichen Sicherheitslage in Deutschland ändert sich dadurch jedoch nichts, da die Fundorte innerhalb eines bestehenden Restriktionsgebiets liegen, wo ohnehin bereits entsprechende Auflagen gelten.
