15.09.2020rss_feed

Fünf weitere infizierte Wildschweine innerhalb bestehender Restriktionszone

Bild: Land Brandenburg

Bild: Land Brandenburg

Heute wurde bei fünf weiteren Wildschweinkadavern die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Brandenburg im Landkreis Oder-Spree nachgewiesen.

ISN: Da der Fundort der Wildschweinkadaver innerhalb des bereits festgelegten gefährdeten Gebiets liegt, ergibt sich momentan keine neue Verschärfung der Lage.

 

Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hat heute bei fünf weiteren Wildschweinkadavern die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Das bestätigte das Brandenburger Gesundheitsministerium am heutigen Nachmittag in einer Pressemitteilung. Die Tiere seien alle im bereits festgelegten gefährdeten Gebiet im Landkreis Oder-Spree gefunden worden. Bei den Kadavern handele es sich um vier tot aufgefundene Wildschweine (Fallwild) sowie um ein krank erlegtes Wildschwein. Untersuchungsmaterial der fünf Kadaver werde noch heute zum Nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) geschickt. Das FLI muss dann die Untersuchungsergebnisse amtlich bestätigen.

Angesichts des Verwesungsgrades des ersten Wildschweinkadavers waren wir davon ausgegangen, dass noch weiteres Fallwild gefunden wird und so ist es jetzt auch gekommen. Weil der Fundort der Tiere innerhalb der festgelegten Restriktionszone liegt, ergibt sich jedoch momentan keine neue Verschärfung der Lage, schätzt ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack die Situation ein. Es ist sogar wahrscheinlich, dass noch weitere Kadaver gefunden werden. Insofern ist es jetzt richtig und wichtig intensiv die Fallwildsuche und gleichzeitig alle eingeleiteten Maßnahmen konsequent weiter zu verfolgen.

 

So ist die Lage vor Ort

Die Brandenburger Landesregierung informierte in einer Pressekonferenz am heutigen Nachmittag über die aktuellen Entwicklungen vor Ort. Derzeit sei es entscheidend, die Ausdehnung des tatsächlichen Infektionsgeschehens mit einer gezielten und systematischen Fallwildsuche zu ermitteln. In dieser Phase müsse alles vermieden werden, was Schwarzwild unnötig aufschrecke, z.B. Ernten und Jagen. Erst, wenn das tatsächliche Ausmaß des Infektionsgeschehens bekannt sei, werde das Kerngebiet mit einem festen Zaun gesichert und mit einer intensiven Bejagung begonnen. Die angeordneten Maßnahmen seien für viele Landwirte in der betroffenen Region schmerzhaft, aber nötig, um die ASP in überschaubarer Zeit zu bekämpfen. Brandenburgs Agrarminister Vogel betonte, dass man gemeinsam mit dem Verbraucherschutzministerium in engem Austausch mit den landwirtschaftlichen Verbänden sowie den tierhaltenden und vom Erntestopp akut betroffenen Betrieben stehe und mit Schlachtbetrieben und Fleisch verarbeitenden Unternehmen spräche, um Absatzwege für Brandenburger Betriebe offen zu halten. Nach Corona werde erneut deutlich, wie wichtig regionale Verarbeitungsbetriebe und Vertriebswege seien.

 



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