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ASP erreicht Chinas Hauptstadt Peking – ASP-Ausbruch in Tschechien offiziell beendet

Zwei Wildschweine

Das chinesische Landwirtschaftsministerium hat am vergangenen Freitag erste Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Hauptstadt Peking bestätigt. Nach Angaben des Agrarressorts waren zwei Farmen im Bezirk Fangshan im Südwesten der Metropole betroffen.

 

600.000 Schweine vorsorglich gekeult

Der stellvertretende Direktor des Büros für Tierhaltung und Veterinärmedizin im Ministerium, Feng Zhongwu, berichtete, dass es mittlerweile in 47 Städten in 20 Provinzen zu insgesamt 73 ASP-Ausbrüchen gekommen sei. Nach seinen Angaben wurden bisher rund 600.000 Schweine im Zuge der Seuchenprävention getötet; das sind deutlich mehr als bisher von der Presse gemeldet wurden. Ob es noch weitere bisher nicht offiziell gemeldete ASP-Fälle geben könnte, vermag derzeit niemand zu sagen.

 

Situation sehr ernst

Feng bezeichnete die Situation als sehr ernst. Es gebe Millionen von Kleinsthaltern mit meist niedrigen Biosicherheitsmaßnahmen und zuletzt hätten die ASP-Fälle - trotz ergriffener Schutzmaßnahmen - in den Hauptproduktionsregionen zugenommen. Die Ungleichverteilung von Aufzucht, Mast und Schlachtung der Schweine im Land hat laut Feng wegen der provinzüberschreitenden Transportverbote den Produktionszyklus einiger Unternehmen beeinflusst. Peking werde jedoch versuchen, den Transport von Schweinen und Fleisch aus den wichtigsten Erzeugerregionen in die verbrauchsstarken Regionen zu verstärken, um die Preise zu stabilisieren.

 

Tschechien: 6 Monate ohne neue Fälle

Der ASP-Ausbruch in Tschechien wird nach mehr als sechs Monaten ohne neue Fälle von der internationalen Tiergesundheitsorganisation OIE als beendet erklärt. Dennoch würden die amtlichen Kontrollen im eingezäunten Hochrisikogebiet fortgesetzt, was die Untersuchung aller toten Schweine und Wildschweine, die Einschränkung der Tiertransporte, die intensive Jagd und die aktive Suche nach toten Wildschweinen umfasst.


Die ISN meint

Die Meldung aus Tschechien macht Mut. Dort haben alle Beteiligten eine konsequente und transparente Tierseuchenbekämpfung durchgeführt. Dies bestärkt uns, dass im Ernstfall auch in Deutschland ein konsequentes Handeln notwendig ist. Es bleibt weiterhin entscheidend, alles hinsichtlich Biosicherheit zu tun, um einen Eintrag nach Deutschland oder gar in hiesige Hausschweinebestände zu vermeiden. Darüber hinaus ist es aber ebenso wichtig, dass sich Wirtschaft, Politik und Behörden weiter - wie bisher - konstruktiv und lösungsorientiert auf den Ernstfall vorzubereiten.    


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