24.09.2020rss_feed

ASP-Bekämpfung: Schweinehalter haben ein Auge auf die Umsetzung der Maßnahmen

Header Zaun Asp Wildschwein

Die Sensibilität der deutschen Schweinehalter für die Biosicherheit ist sehr groß. Insofern ist es nur folgerichtig, dass das, was zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg passiert, von ihnen kritisch beäugt wird. Schließlich wissen sie, dass nur beides zusammen funktioniert: Die konsequente Bekämpfung der ASP in Brandenburg und die hohe Biosicherheit im eigenen Betrieb. Die ISN ist zuversichtlich, dass sich die Abläufe mit Unterstützung der Bundesregierung  einspielen und ermuntert die Schweinehalter weiterhin, Bildmaterial mit konkreten Verbesserungsansätzen an isn@schweine.net zu schicken. 

 

In den vergangenen Tagen haben uns viele Schweinehalter kontaktiert und uns Bild- oder Videomaterial zu den Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) aus dem betroffenen Gebiet in Brandenburg zugeschickt. Sie waren und sind besorgt darüber, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen könnten und sehen deutlichen Optimierungsbedarf in der Umsetzung der Bekämpfungsmaßnahmen z.B. beim Zaunbau. Die Sorge der Schweinehalter, die sich aus ganz Deutschland bei uns melden, zeigt, wie hoch die Sensibilität in unserer Branche inzwischen für die Biosicherheit ist. Sie zeigt auch, unsere Schweinehalter haben sich gut vorbereitet und tun alles, um die ASP von ihren Betrieben fernzuhalten. Und das ist ein sehr positives Zeichen, bewertet ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack die Situation.

Die Informationen und Sorgen unserer Mitglieder werden in jedem Fall sehr ernst genommen. Wenn sich bei dem Bildmaterial der Aufnahmeort und der Zeitpunkt zuordnen lässt, leiten wir dieses an die entsprechenden Stellen weiter. Dann können konkret die notwendigen weiteren Schritte vor Ort eingeleitet werden. Wir rufen unsere Mitglieder sogar explizit dazu auf, uns entsprechendes Bild- bzw. Videomaterial mit Verbesserungspotenzial und den ergänzenden Angaben an unsere E-Mail-Adresse isn@schweine.net zu schicken.

Es ist ohne jeglichen Zweifel immens wichtig, dass die Bekämpfungsmaßnahmen gegen die ASP schnell und mit größter Sorgfalt und Konsequenz umgesetzt werden. Es ist aber nicht überraschend, dass es am Anfang bei der Krisenbewältigung bei der Umsetzung noch knirscht. Schließlich muss eine große Gruppe von Personen aus den betroffenen Landkreisen, dem Bundesland und dem Bund die Maßnahmen einleiten und umsetzen. Diese Eingangsphase muss jetzt jedoch schnell überwunden werden. Wir haben aber auch den Eindruck - und das darf man dann auch einmal lobend erwähnen, dass sich die Bundesregierung der Bedeutung der Situation und ihrer Verantwortung bewusst ist. Sie bringt sich an vielen Stellen koordinierend ein und unterstützt die handelnden Personen vor Ort, bewertet Staack die Situation. Erst gestern fand gegen Abend hierzu eine Telefonkonferenz mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner statt, an der auch wir teilgenommen haben. Heute ist die ASP das Hauptthema beim Treffen der Agrarminister zur Agrarministerkonferenz und in den nächsten Tagen haben wir darüber hinaus weitere eigens eingerichtete ASP-Runden mit verschiedenen Länderministerien.

Aktuell sind wir permanent in den ASP-Runden auf Bundesebene und in den Ländern gefragt, um die konsequente Bekämpfung der ASP voranzutreiben. Halten Sie bitte Ihre Sensibilität so hoch es geht aufrecht und schicken Sie uns weiter Bilder und Videos mit Optimierungsbedarf, damit wir diese an den richtigen Stellen einbringen können, um mögliche Schwachstellen schnell zu finden und abzustellen, ruft Staack noch einmal zur Unterstützung auf.

 

Update:

Das Brandenburger Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz hat inzwischen übrigens auf ein Video des Vizepräsidenten vom Deutschen Jagdverband, das Mängel beim Wildschweinzaun dokumentieren soll und das vielfach in den sozialen Medien geteilt worden war, bei Twitter mit der nachfolgenden Nachricht reagiert:

Wichtig: Der im Video gezeigte Zaun liegt innerhalb des erweiterten Kerngebietes und wird deshalb gar nicht mehr benötigt!!! Er wurde um den ersten Fundort herum für erstes Kerngebiet gebaut. Eine Woche später, mit zweiten Fundort nahe Neuzelle, wurde Kerngebiet vergrößert.

 



→ alle Partner auf einen Blick

Partner-News