EU-Schweinepreise: Markt im Aufschwung – Notierungen legen teilweise deutlich zu
Der europäische Schlachtschweinemarkt zeigt eine deutliche Aufwärtstendenz. Vor allem in Deutschland und Österreich sticht die Dynamik mit einem Plus von 10 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht ins Auge. Damit setzt sich Deutschland an die Spitze des Preisgefüges der fünf größten EU-Erzeugerländer.
In Europa ist das Angebot an schlachtreifen Schweinen begrenzt und wird von den Schlachtunternehmen zügig nachgefragt. Neben der Überschaubarkeit des Lebendangebots sorgen das mildere Frühlingswetter und das beginnende Ostergeschäft für erste Impulse. Während die Erzeugerpreise steigen, gestaltet sich die Weitergabe an den Fleischhandel schwierig. Die Nachfrage der Verbraucher sei insgesamt noch verhalten und auf dem europäischen Fleischmarkt sei ausreichend Ware verfügbar. Der Fleischabsatz in Drittstaaten sei insgesamt stetig. Der Konflikt im Mittleren Osten führe jedoch gegenwärtig zu anziehenden Transportkosten.
In Deutschland und Österreich machten die Notierungen einen weiteren Sprung nach oben und legten um 10 Cent zu. In Österreich werde sogar um Schweine gerungen, berichtet die Schweinebörse Österreich. Auch in Deutschland dominierte der zügige Verlauf am Lebendmarkt die Preisgestaltung. Die jüngsten Fortschritte des deutschen Agrarministers Reiner in Bezug auf die Wiederaufnahme der Exporte von deutschem Schweinefleisch in weitere Drittstaaten sorgen für Optimismus. In Belgien legte die Notierung um 8 Cent ebenfalls spürbar zu.
Auch die spanische Notierung holte mit einem Plus von korrigierten 7 Cent weiter auf. In Spanien ist eine rege Nachfrage nach Schlachtschweinen zu verbuchen. Die vergleichsweise niedrigen Fleischpreise sorgen parallel für eine gute Wettbewerbsfähigkeit auf dem europäischen Fleischmarkt.
In Dänemark und den Benelux-Staaten ziehen die Notierungen ebenfalls an. Die dänische Notierung legte um 5 Cent zu. Damit kommt endlich Bewegung in die wochenlang stabile Notierung, die das Schlusslicht im europäischen Preisgefüge darstellt. Die aktuellen Preisveränderungen seien auf den Druck der Verkäufer zurückzuführen und nicht auf Verschiebungen des Marktes. In den Niederlanden beträgt der Preisanstieg ebenfalls 5 Cent.
Die französische Notierung legte erstmalig im laufenden Kalenderjahr zu, wenngleich der Anstieg mit plus einem Cent aber überschaubar ist. Begründet wird dies mit einer einsetzenden Nachfrageerholung. In Italien wurde ebenfalls die positive Trendwende eingeleitet.
Tendenz für den deutschen Markt:
Zu Wochenbeginn trifft ein nicht zu reichliches Lebendangebot auf eine weiterhin rege Nachfrage und zügige Vermarktungsmöglichkeiten |