EU-Schweinepreise: Stabile Marktverhältnisse – Positives Signal aus Belgien
Der europäische Schlachtschweinemarkt bleibt überwiegend unverändert und viele Notierungen zeigen sich unbeweglich. Aber es gibt Ausnahmen: Während die belgische Notierung sogar leicht anzieht, setzt der italienische Markt den bestehenden Trend zur Schwäche weiter fort.
Die europäische Marktlage ist weiter von einem insgesamt noch umfangreichen Lebendangebot geprägt. Der über den Jahreswechsel entstandene Überhang ist im Abbau und die Situation entspannt sich inzwischen. Alles in allem reichlich versorgt bleibt ebenfalls der europäische Fleischmarkt, bedingt durch die gute Versorgungslage am Lebendmarkt und die saisonbedingt ruhige Verbraucher-nachfrage. Auch die veränderten Warenströme infolge der ASP-bedingten Exportrestriktionen für spanisches Schweinefleisch tragen nach wie vor zur Situation bei. Ein Teil der aktuell erzeugten Ware werde derzeit eingefroren.
Ins Auge sticht in dieser Woche die belgische Notierung, die um korrigierte 22 Cent anzieht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der wesentliche Teil dieser Anhebung auf eine Anpassung der Basisnotierung zurückzuführen ist. Laut Danis wurden die Zuschläge auf die Basisnotierung entsprechend um 15 Cent gesenkt. Ein kleiner Teil der korrigierten Anhebung ist ein positives Signal und der Entspannung der Marktlage geschuldet.
Stabile Notierungen wurden in Deutschland, Dänemark, Spanien und Österreich festgestellt. In Deutschland löst sich allmählich die Anspannung am Lebendmarkt, so dass die durchschnittlichen Schlachtgewichte zuletzt um etwa 300 Gramm zurückgingen. Nach Angaben des dänischen Schlachtunternehmens Danish Crown ist das Angebot am Frischfleischmarkt relativ hoch und die Preisentwicklung für Teilstücke dabei relativ stabil. Der Absatz von dänischem Schweinefleisch nach Japan und andere asiatische Länder steige. In Österreich hoffen die Marktteilnehmer bei aktuell stabilen Verhältnissen auf eine Nachfragebelebung in der Karnevalssaison. Parallel wird dort über eine Herkunftskennzeichnung sowie über Regionalisierungsabkommen für Österreich diskutiert. Drei Schlachtbetriebe sollen gerade eine Zulassung für den Export nach China erhalten haben.
In Spanien beginnen die Schlachtgewichte langsam zu sinken. Die Schlachtunternehmen lagern gegenwärtig das teure, im November eingelagerte Fleisch aus, um es durch günstiges Fleisch zu ersetzen. In der zweiten Februarhälfte wird ein geringeres Schweineangebot erwartet. Die italienische Notierung setzt den seit mehreren Wochen bestehenden Trend zur Schwäche weiter fort. Das korrigierte Notierungsniveau ist dabei im Vergleich zum europäischen Umfeld noch hoch.
Tendenz für den deutschen Markt:
Der Handel mit schlachtreifen Schweinen hat sich im Vergleich zum Anfang der letzten Woche belebt. Das Angebot an Schlachtschweinen fällt dabei noch umfangreich aus. Eine weiter stabile Marktlage ist insgesamt zu erwarten. |