Praktikernetzwerk Wirtschaftsdünger

Informationsplattform zum Praktikernetzwerk Wirtschaftsdünger im Oldenburger Münsterland

 


Warum ein Praktikernetzwerk Wirtschaftsdünger?

Wirtschaftsdünger Partner

Das Netzwerk soll an praktischen Betriebsbeispielen im Oldenburger Münsterland zur Lösung der Nährstofffrage beitragen.
In einem Praktikernetzwerk wollen verschiedene Organisationen, u.a. die ISN, die Kreislandvolkverbände Cloppenburg und Vechta sowie das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF), Lösungsansätze auf mehreren ortsansässigen Betrieben prüfen und wenn möglich zur Umsetzung bringen. Zentrales Ziel ist es, kurzfristig einen wesentlichen Baustein zur Schließung von Lücken überregionaler Nährstoffkreisläufe zu liefern. Das Projekt wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Umweltschutz. Weitere finanzielle Unterstützung gibt es von der Stiftung Gewässerschutz Weser-Ems.

Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Separations- und Aufbereitungsmöglichkeiten von Gülle. Diese sollen so weiterentwickelt werden, dass die Wirtschaftsdünger in marktfähige Nährstoffe umgewandelt werden, und damit deutlich zielgerichteter und effektiver als Ersatz für mineralische Dünger im Pflanzenbau eingesetzt werden können. Die verschiedenen Ansätze sollen auf Betrieben in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg verglichen, bewertet sowie hinsichtlich der Umsetzbarkeit analysiert werden. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen im Rahmen des Netzwerkes weitergetragen werden, so dass die Lösungen auch als Blaupausen für andere Betriebe dienen können. Aber auch die Schaffung von zusätzlichem Lagerraum, innovative Verfahren zur Verbringung von Wirtschaftsdüngern sowie effektive Dokumentationsverfahren sind für viele Betriebe Ziele, die nur sehr schwer zu realisieren sind. Auch hier soll das Netzwerk ansetzen und helfen, um bestehende Zielkonflikte auszuräumen.

 


Haben Sie Interesse mitzumachen?

Start Praktikernetzwerk Wirtschaftsdünger

Landwirte aus der Region Oldenburger Münsterland sind aufgerufen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Haben Sie Interesse? Dann kontaktieren Sie uns! Nutzen Sie dazu bitte den beigefügten Betriebsaufnahmebogen und schicken Sie uns diesen mit den wichtigsten Eckdaten zu. Wir werden uns dann mit Ihnen in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen besprechen. Im Rahmen des Praktikernetzwerks wird dann die Auswahl der Betriebe erfolgen, die konkret teilnehmen können.   

Antrag auf Teilnahme am Projekt "Praktikernetzwerk Wirtschaftsdünger"

 

Infoveranstaltung am 25. April in Hausstette

Mehr Informationen dazu gibt es auch bei der öffentlichen Informations- und Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 25.04.2019 um 13.30 Uhr in Hausstette/Bakum. Neben der Vorstellung der Inhalte und Ziele des Praktikernetzwerkes werden die aktuellen Entwicklungen zu den Nährstofffragen vorgestellt, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen wird einen Überblick über technische Möglichkeiten der zentralen und dezentralen Nährstoffaufbereitung geben und ein Praktiker wird über seine persönlichen Lösungsstrategien berichten. Dr. Karl-Heinz Tölle von der ISN Projekt GmbH moderiert die öffentliche und kostenfreie Veranstaltung. Bitte melden Sie sich zu besseren Planung bis zum 23.4.2019 bei uns an: isn@schweine.net


Wünschen Sie nähere Infos zum Netzwerk oder zu einer Teilnahme?

Dann melden Sie sich gerne bei Dr. Karl-Heinz Tölle unter toelle@schweine.net oder Matthias Quaing unter quaing@schweine.net


Ministerin Barbara Otte-Kinast (4.v.l.) übergab den Förderbescheid von Land- und Umweltministerium an das Praktikernetzwerk Wirtschaftsdünger. Das Projekt wird getragen von (von links) Dr. Johannes Wilking (Kreislandvolk Vechta), Ute Brase (Umweltministerium), Hubertus Berges (Kreislandvolk Cloppenburg), Dr. Torsten Staack, Geschäftsführer ISN und Uwe Bartels, Vorsitzender Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (Foto: ML)

Ministerin Barbara Otte-Kinast (4.v.l.) übergab den Förderbescheid von Land- und Umweltministerium an das Praktikernetzwerk Wirtschaftsdünger. Das Projekt wird getragen von (von links) Dr. Johannes Wilking (Kreislandvolk Vechta), Ute Brase (Umweltministerium), Hubertus Berges (Kreislandvolk Cloppenburg), Dr. Torsten Staack, Geschäftsführer ISN und Uwe Bartels, Vorsitzender Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (Foto: ML)

Niedersachsen unterstützt Praktikernetzwerk Wirtschaftsdünger mit 300.000 Euro

28. Februar 2019 - Die beiden niedersächsischen Ministerien für Umweltschutz und Landwirtschaft fördern ein Netzwerkprojekt zur Lösung der Nährstofffrage in der Modellregion Oldenburger Münsterland.  Dabei stehen insbesondere Separations- und Aufbereitungsmöglichkeiten von Wirtschaftsdüngern hin zu marktfähigen Nährstoffen im Fokus. ISN: Wir freuen uns über den gemeinsamen niedersächsischen Ansatz, um in der Nährstofffrage weiter zu kommen. Großes Kopfschütteln herrscht dagegen über das Bundeslandwirtschaftsministerium aufgrund des erneuten Aufschnürens der noch jungen Düngeverordnung. In dieser kurzen Zeit konnte die Verordnung noch gar keine Wirkung erzielen. Mit Verlässlichkeit hat das nichts zu tun. 

 

Die beiden niedersächsischen Ministerien für Umweltschutz und Landwirtschaft fördern das Projekt Praktikernetzwerk Wirtschaftsdünger – Nährstoffmanagement für Wasserschutz in der Modellregion Oldenburger Münsterland mit jeweils 150.000 €. Das Projekt startet direkt und läuft drei Jahre bis Ende 2021. Ein entsprechender Förderbescheid wurde am vergangenen Dienstag den Projektpartnern durch die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast überreicht. Kooperationspartner sind das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland, die Kreislandvolkverbände Vechta und Cloppenburg, der Niedersächsische Geflügelwirtschaftsverband, die Stiftung Gewässerschutz Oldenburger Münsterland, sowie die ISN-Projekt GmbH, welche das Projekt koordiniert.

 

Wirtschaftsdünger zu marktfähigen Nährstoffen

Zentrales Ziel des Praktikernetzwerkes Wirtschaftsdünger ist es, kurzfristig einen wesentlichen Baustein zur Schließung von Lücken überregionaler Nährstoffkreisläufe zu liefern. Im Mittelpunkt stehen dabei die Separations- und Aufbereitungsmöglichkeiten. Diese sollen so weiterentwickelt werden, dass die Wirtschaftsdünger in marktfähige Nährstoffe umgewandelt werden. So sollen diese deutlich zielgerichteter und effektiver als Ersatz für mineralische Dünger im Pflanzenbau eingesetzt werden können. Die Ansätze sollen auf einer Reihe von Betrieben in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg geprüft und wenn möglich umgesetzt werden. Die gewonnenen Erfahrungen sollen im Rahmen des Netzwerkes weitergetragen werden, so dass diese Lösungen auch als Blaupausen für andere Betriebe dienen können.

 

Probleme selbst in die Hand nehmen

Wir Landwirte wollen die Lösung der Nährstoffverteilung nicht anderen überlassen und, sondern nehmen die Herausforderung selbst in die Hand – ohne das Rad neu erfinden zu wollen, begrüßt der ISN-Vorsitzende die Einbindung der Landwirte und erläutert weiter: Das heißt, es geht nicht nur um den Transport von Gülle in Ackerbauregionen. Es geht vielmehr darum, funktionierende Aufbereitungsverfahren für Gülle in den breiten Praxiseinsatz zu bekommen.  Dabei müssen die Fragen erörtert werden: An welchen Stellschrauben muss gedreht werden? Wie können bürokratische Hürden genommen werden. Wir müssen gemeinsam alles dafür tun, damit wir unser Grundwasser besser schützen, freute sich Ministerin Otte-Kinast über die gemeinsame Initiative. Auch Umweltminister Olaf Lies betonte: Wir unterstützen den Netzwerkansatz aus Sicht des Grund- und Trinkwasserschutzes ausdrücklich, da das Know How der Praktiker vor Ort genutzt wird.

  

Die ISN meint

Wir freuen uns über den gemeinsamen Ansatz, um in der Nährstofffrage weiter zu kommen. Richtigerweise haben Landwirtschaftsministerin Otte Kinast und Umweltminister Lies erkannt, dass man die Tierhalter vor Ort im Boot haben muss, um wirkliche Fortschritte zu erzielen. Denn eines wird mit diesem Projekt deutlich: Die Landwirte wollen die Nährstofffrage selbst lösen. Sie wissen genau, dass alle von oben aufgedrückten Lösungsansätze, nur Probleme bereiten und am Ende wenig Wirkung zeigen.

Und genau deshalb ist das Kopfschütteln über das Bundeslandwirtschafts- und das Bundesumweltministerium aufgrund des erneuten Aufschnürens der noch jungen Düngeverordnung so groß. Die aktuelle Düngeverordnung kann in so kurzer Zeit überhaupt noch keine Wirkung entfaltet haben, das sollte man eigentlich auch in den zuständigen Bundesministerien wissen. Mit Verlässlichkeit der Politik hat das sehr wenig zu tun. Gerade sind die ersten erforderlichen Maßnahmen – teils mit erheblichem finanziellem Aufwand – umgesetzt, da sind sie schon wieder hinfällig. Wie sollen Betriebe Maßnahmen umsetzen, die heute noch richtig, morgen aber schon wieder unzureichend sind. Setzen sechs – heißt es deshalb in Richtung Berlin bzw. Bonn.

So wie die niedersächsischen MinisterInnen für Umwelt und Landwirtschaft das zweifelsohne drängende Nährstoffproblem dagegen nun angehen, ist es genau richtig. Es gibt keinen wirkungsvolleren Weg als das Know How der Landwirtschaft zu nutzen – das geht aber nur mit einem verlässlichen Rahmen. 



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