19.04.2005

EU-Schweinepreise: Was ist los am Schweinemarkt?

Die Schlachtschweinepreise stehen auch in dieser Woche weiter stark unter Druck. Entgegen der Erwartung vieler Marktexperten konnten die zu Ostern entstanden Überhänge noch nicht vollkommen abgebaut werden. Im Gegenteil, in Deutschland bewegen sich die Wochenschlachtungen mit gut 800.000 Mastschweinen derzeit auf einem rekordverdächtigen Niveau. Da gleichzeitig die Nachfrageimpulse ausbleiben, sind die fallenden Preise die logische Konsequenz. Insbesondere Verarbeitungsware steht in diesen Wochen massiv unter Druck. In Dänemark wurde die Sauennotierung in den letzten drei Wochen um insgesamt 21 Cent pro kg Schlachtgewicht gesenkt. In Deutschland ging der Schlachtsauenpreis sogar innerhalb einer Woche um 21 Cent zurück.

Die korrigierten Preise für Schlachtschweine bewegen sich in den meisten EU-Staaten stark auf die 1,20 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht (€/kg SG) zu und erreichen damit teilweise neue Jahrestiefststände. Lediglich Großbritannien und die iberische Halbinsel können sich diesem Trend noch entziehen. Schlusslicht bildet in dieser Woche die italienische Notierung mit korrigierten 1,18 €/kg SG.

Tendenz:
Für eine Trendwende gibt es derzeit zwar noch keine eindeutigen Signale, allerdings sollte das erreichte Preisniveau die Exportchancen europäischer Schlachtunternehmen am Weltmarkt deutlich steigern. Für eine nachhaltige Erholung bedarf es allerdings zusätzlich einer besseren Binnennachfrage. Besseres Wetter wäre hier hilfreich.




→ alle Partner auf einen Blick

Partner-News