12.04.2005

EU-Schweinepreise: Wann ist eine Erholung in Sicht?

Das Angebot an Schweinen fällt weiterhin zu reichlich aus, um die Schweinepreise aus ihrem „Winterschlaf“ zu holen. Die Folge sind weiter fallende Preise in Mitteleuropa. Die korrigierten Preise in Holland, Frankreich, Belgien und Deutschland geben in dieser Woche noch einmal nach und haben mit einem Niveau von ca. 1,30 € pro kg Schlachtgewicht den bisherigen Jahrestiefstand vom Januar erreicht.

Als Gründe für die doch unerwartet schwierige Lage am Schweinemarkt sind neben der unzureichenden Binnennachfrage auch der stockende Export heranzuziehen. Brasilianisches Schweinefleisch wird in Russland im Moment dem europäischen vorgezogen. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Brasilianer im Januar und Februar die Exporte nach Russland um 92 Prozent steigern können. In der EU wurde gleichzeitig in den vergangenen Monaten immer wieder von Schwierigkeiten beim Export nach Russland berichtet.

In Dänemark spricht man von Schwierigkeiten beim Handel mit Polen, da dort durch den Tod des Papstes die gesamte Wirtschaft beeinträchtigt wurde. Erst mit der neuen Woche scheinen sich die Probleme langsam wieder aufzulösen.

Tendenz: Da derzeit sowohl inländische als auch ausländische Impulse am Schweinemarkt ausbleiben, ist kurzfristig kein Aufwärtstrend zu erwarten. Allerdings könnte die angekündigte Wetterbesserung die Grillbereitschaft steigern und so zumindest im Inland die Nachfrage beleben. Insgesamt bleibt die Lage aber weiterhin unsicher.



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