26.04.2005

EU-Schweinepreise: Läutet Deutschland die Trendwende ein?

Nachdem der europäische Schweinemarkt in den letzten Wochen stark unter Druck geraten war, gibt es nun erste Anzeichen für eine Trendwende. Die Ursachen für den Preisverfall waren in dem unerwartet großen Angebot an Schlachtschweinen, den weiterhin stockenden Exporten Richtung Russland und Japan, sowie in der schwächelnden Binnennachfrage zu sehen.

Bisher konnte sich allerdings lediglich Deutschland mit einem leichten Plus zu einer Richtungsänderung durchringen. In allen anderen Ländern geben die Notierungen weiter nach bzw. bleiben unverändert.

Nachdem in der letzten Woche die korrigierte Notierung in Dänemark erstmalig seit Januar 2004 über derjenigen in Deutschland lag, sind die Verhältnisse in dieser Woche durch ein Nachgeben der dänischen Notierung wieder „zurecht gerückt“ worden. In Dänemark sieht man die Ursache für die angespannte Marktsituation im Wesentlichen in den relativ gut gefüllten Lagern in Japan. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Nachfrage aus Japan, dem wichtigsten Exportmarkt Dänemarks, deshalb auch relativ ruhig.

Tendenz:
Das deutlich gesunkene Preisniveau sollte die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen am Weltmarkt verbessern. Gleichwohl sind aber auch Nachfrageimpulse vom Binnenmarkt notwendig, um die Preise nachhaltig in die Höhe zu treiben. Die beginnende Grillsaison wird hier sicher hilfreich sein.




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