28.12.2006

EU-Schweinepreise: Katerstimmung nach dem Fest!

Die europäischen Schlachtschweinepreise haben auch in diesem Jahr entgegen den Hoffnungen vieler Schweinehalter zu Weihnachten Federn gelassen. Außerordentlich hohe Schlachtungen werden in den letzten Wochen nicht nur in Deutschland sondern auch in Österreich, Frankreich und den Niederlanden gemeldet. Auf Grund dieses europaweit großen Angebots an Schlachtschweinen sind trotz der guten Aufnahmefähigkeit der Schlachtbetriebe Überhänge wegen der fehlenden Schlachttage nicht zu vermeiden. Parallel lässt auch die Fleischnachfrage nach den Feiertagen etwas nach, so dass die Preise innerhalb der EU zum Teil deutlich nachgeben. Den höchsten Rückschlag müssen die Niederlande und Deutschland mit minus 9 Cent hinnehmen. Aber auch in Spanien, Dänemark, Belgien, Österreich und Frankreich geben die Preise zwischen 7 und 1 Cent pro kg Schlachtgewicht nach.

Tendenz: Im neuen Jahr müssen die entstandenen Überhänge zunächst abgebaut werden, so dass der Markt vorerst reichlich versorgt bleibt. Gleichzeitig gestaltet sich der Export insbesondere nach Russland zu Anfang des Jahres immer schleppend, da das Weihnachtsfest hier erst am 7. Januar stattfindet.
Der Januar wird allerdings auch gerne von Schlachtunternehmen genutzt um sich günstig mit Schweinefleisch einzudecken, so dass der Abfluss der Schweine gesichert sein dürfte. Bei steigender Exportnachfrage ab Mitte Januar greifen die Unternehmen dann gerne auf diese Ware zurück. Im Januar 2006 ging es in Deutschland mit den Preisen bereits in der zweiten Kalenderwoche wieder deutlich aufwärts.
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