08.02.2005

EU-Schweinepreise: Deutschland an der Spitze!

Nachdem bereits in der vergangenen Woche der Aufwärtstrend deutlich zu erkennen war, setzt er sich in der laufenden weiter fort. Hintergrund ist der verbesserte Export insbesondere nach Russland bei rückläufigem Angebot. Abgesehen von Schweden haben alle Länder einen Anstieg der Notierungen zu verzeichnen. Den größten Sprung machten die Franzosen mit + 8 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht (kg SG).

Erstmals seit zwei Jahren führte Deutschland in der vergangenen Woche die korrigierten Notierungen in Europa an. Dies hat aber auch mit der „technischen Korrektur“ der portugiesischen Notierung zu tun, die sich damit in den vergangenen Monaten von den tatsächlichen Preisen entfernt hatte.

Nichtsdestotrotz ist die deutsche Notierung derzeit der Motor in Europa und wird es auch vorerst bleiben. In der laufenden Woche teilt sich Deutschland mit korrigierten 1,42 €/kg SG den Spitzenplatz mit Großbritannien und Portugal.

Die spanische Notierung hat mit + 6 Cent /kg SG den höchsten Anstieg seit neun Monaten zu verzeichnen. Dieser Anstieg beruht in erster Linie auf einer verbesserten Nachfrage und dem abnehmenden Angebot auf dem dortigen Markt. Die großen Integratoren in Spanien erwarten für die nächsten Wochen ein um zehn bis zwölf Prozent geringeres Angebot als Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Tendenz:
Die Exportmöglichkeiten für europäisches Schweinefleisch werden sich auch in den nächsten Wochen verbessern. Dazu tragen auch die anlaufenden Japanexporte bei. Gleichzeitig erwartet die EU-Kommission einen Rückgang der Schlachtungen im ersten Quartal 2005 um 1,29 Mio. im Vergleich zum Vorjahr.
Es liegen somit ausreichend Argumente für eine weiterhin positive Entwicklung am europäischen Schweinemarkt vor.




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