09.01.2007

EU-Schweinepreise: Dänemark hängt Deutschland deutlich mit 6 Cent ab!

Am europäischen Schlachtschweinemarkt lässt die Trendwende weiter auf sich warten. Noch immer ist die Schlachtbranche damit beschäftigt, die Überhänge der Vorwochen aufzuarbeiten. Deshalb war die „rote Seite“ der Meinung, dass der Schweinepreis weiter fallen musste.

Am deutlichsten fiel der Rückgang in Österreich und Deutschland mit minus zehn bzw. neun Cent pro kg Schlachtgewicht aus. Damit haben sich die Schlachtunternehmen in Deutschland innerhalb kürzester Zeit im europäischen Vergleich preislich in den Keller gestürzt. Denn in den übrigen EU-Staaten viel der Rückgang des Schweinepreises nicht so deutlich aus. In Dänemark und Spanien bleiben die Preise sogar unverändert und notieren mit korrigierten 1,23 Euro pro kg Schlachtgewicht mittlerweile deutlich über dem deutschen Niveau.

Nun mehren sich die Stimmen im In- und Ausland, dass die beiden großen Schlachthäuser in Deutschland den Bogen überspannt haben. Dem Vernehmen nach laufen die Fleischgeschäfte „wie immer schlecht“, aber bei weitem nicht so schlecht wie es die Erzeugerpreise signalisieren. Die Kühlhäuser sind leer, es wird Ware gebraucht.

Tendenz:
Der Boden dürfte nun endlich erreicht sein, denn die Überhänge scheinen sich schneller aufzulösen als erwartet, und zu dem erreichten Niveau ist die Lagerhaltung für die Schlachtunternehmen mittlerweile sehr interessant. Darüber hinaus dürfte bei einer sich abzeichnenden Stabilisierung des Marktes die Abgabebereitschaft der Mäster in den nächsten Tagen deutlich zurückgehen.



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