21.08.2012

EU-Schweinepreise: Weitere Preisanstiege zu neuen Höchstpreisen

EU-Schweinepreisvergleich 21.08.2012

Europaweit zeigen sich die Schlachtschweinemärkte weiterhin in einer äußerst positiven Stimmung. Von einzelnen Ausnahmen abgesehen, konnten in fast allen Ländern mehr oder weniger deutliche Preisaufschläge zwischen 3 und 5 Cent verbucht werden.

In Österreich und Frankreich zeigten sich die Märkte trotz der dortigen Feiertage in der vergangenen Woche in einer positiven Stimmung. Die Auktion in der Bretagne und der österreichische Preis zogen um 5 Cent an. In Spanien wird mit Erstaunen berichtet, dass der Preis im Juni und Juli entgegen den normalerweise üblichen Preisentwicklungen nicht ansteigen konnte und jetzt dank der Preisanhebungen in Deutschland noch mal ordentlich Gas gibt. Lediglich in Dänemark und Schweden blieb der Preis auf unverändertem Niveau und in Großbritannien ging der Preis völlig entgegen dem Trend im Rest Europas leicht zurück. In Deutschland wurde mit dem Preisanstieg am Freitag mit dem letzten Höchststand vom August 2008 gleichgezogen und es wird der höchste Preis seit dem Jahr 2001 erreicht. In anderen europäischen Staaten werden derzeit ebenfalls die höchsten Schweinepreise seit mehr als 10 Jahren notiert.

In fast allen Ländern bleiben die Angebotsmengen gering. Zusätzlich sorgen die heißen Temperaturen in weiten Teilen Europas für geringere Tageszunahmen bei den Mastschweinen und damit eine weitere Angebotsverknappung. Am Fleischmarkt wird von flotten Verkaufsgeschäften berichtet, so dass sich die Preissteigerungen vom Lebendmarkt in der Regel an die Fleischverarbeiter und den Lebensmitteleinzelhandel weitergeben lassen. Zusätzlich sind auch beim Fleischexport nach Russland positive Signale zu erkennen.

Tendenz für den deutschen Markt: Auch für die kommenden Tage erwarten die Marktbeteiligten eine Fortsetzung der positiven Grundstimmung am Schweinemarkt. Die Angebotsmengen dürften für die lebhafte Nachfrage von Seiten der deutschen Schlachtbetriebe aber auch von Seiten polnischer Importeure kaum ausreichen, so dass mindestens stabile Erzeugerpreise zu erwarten sind.

 



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